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Studie: Jeder sechste hat auf Spam reagiert

15.07.2009 | 16:35 Uhr |

Eine von der Messaging Anti-Abuse Working Group (MAAWG) in Auftrag gegebene Studie legt nahe, warum das Spam-Modell weiterhin funktioniert und Spammer Millionen von unerwünschter Werbemails verschicken.

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Jeder sechste der 800 Teilnehmer der Umfrage hat zugegeben, schon einmal auf eine Spam -Mail reagiert zu haben. Dabei hätten sie sich einerseits für das beworbene Produkt interessiert oder wollten wissen, was passiert, wenn man eine derartige Mail öffnet - schon das Öffnen von Spam-Mails kann jedoch negative Folgen für den Computer des Anwenders und dessen Sicherheit haben. Eine derartige Öffnungsrate mache das Geschäft mit Spam natürlich attraktiv, meinen die Experten der MAAWG, einem Zusammenschluss von Service-Providern und Netwerkprovider, die Spam und bösartige Software im Internet bekämpfen wollen.

Nur ein winziger Bruchteil der mit Spam belästigten Internetteilnehmer treibt mit den Versendern aber konkret Geschäfte, hat ein Versuch des Fachbereichs Computerwissenschaften der Universität von Kalifornien ergeben. Dazu infiltrierten die Forscher das Storm-Botnet und versandten darüber 469 Millionen E-Mails. Von den 350 Millionen Empfängern einer E-Mail mit Werbung für Pharmazeutika besuchten jedoch nur 10.522 die beworbene Website, 0,0000081 Prozent. Diese auf den ersten Blick geringe Rate sollte jedoch für einen Jahresumsatz von 3,5 Millionen US-Dollar ausreichen, schlossen die Forscher.

Die Umfrage der MAAWG zum Thema INternetsciherheit enthielt ein weiteres beunruhingendes Ergebnis. Zwar gaben zwei Drittel der Befragten an, sich mit Internetsicherheit befasst zu haben, doch waren sich 80 Prozent sicher, ihre Maschinen würden sich niemals infizieren und als Spam-Bot einsetzen lassen. MAAWG-Direktor M ichael O'Reirdan hält diese Einstellung für gefährlich: "Wenn man glaubt, keinen [Spam-Bot] bekommen zu können, achtet man auch nicht darauf." Mit einem Bot auf dem eigenen Rechner werde man aber zum Ärgernis für andere Leute.

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