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Sicherheit: Kaspersky dementiert Kooperation mit Apple

15.05.2012 | 06:43 Uhr |

Die Sicherheitsfirma Kaspersky soll von Apple zu Sicherheitsbesprechungen eingeladen worden zu sein. OS X sei sehr anfällig, behauptet ein leitender Mitarbeiter von Kaspersky.

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Nikolai Grebennikov, Technikchef bei Kaspersky, sagte gegenüber dem Magazin "computing.co.uk", dass Apple das russische Unternehmen eingeladen habe, um gemeinsam Sicherheitsschwächen in OS X zu finden. Kaspersky analysiere OS X nun in Apples Auftrag. Grebennikov ist der Meinung, dass Apple sich nicht genügend über Sicherheitsaspekte kümmere: "OS X ist wirklich anfällig".

Er verweist dabei auf Apples langsame Reaktionszeit bei bekannten Sicherheitslücken . So habe Apple das Flashback-Update für Java erst etwa zwei Monate herausgebracht, nachdem Oracle die Lücke geschlossen hatte. Dies führte zu geschätzten 600.000 infizierten Macs. Gleichzeitig gibt Grebennikov zu, dass es bislang noch keine bekannten Schädlinge auf der iOS-Plattform gebe. Dennoch warnt das Unternehmen seit längerem davor, dass dies eines Tages passieren werde. Eine Stellungsnahme von Apple liefert computing.co.uk nicht.

Info: Computing.co.uk

Update: Mittlerweile hat die Sicherheitsfirma die Behauptungen ihres Technikerchefs auf Arstechnica zurückgerufen: "Unsere Untersuchungen bezüglich Mac-OS X und seiner Sicherheit sind unabhängig von Apple durchgeführt. Allerdings besteht auch die Möglichkeit für unsere Zusammenarbeit, wenn wir neue Sicherheitslücken in Apples System entdecken."

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