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Truecrypt: Datenschutz der Extraklasse

10.10.2008 | 13:23 Uhr |

Wer vertrauliche Daten auf seinem Mac oder iPod unverschlüsselt aufbewahrt, riskiert deren Missbrauch. Die Gratissoftware Truecrypt schützt Ihre Daten. Wir zeigen, wie Sie sie installieren und nutzen.

Schutz gibt es auch bei Truecrypt nur bei einem ausreichend komplexen Passwort.
Vergrößern Schutz gibt es auch bei Truecrypt nur bei einem ausreichend komplexen Passwort.

Eine Regel besagt: Bekommt ein potentieller Hacker physischen Zugriff auf den PC, sind die Daten in Gefahr. Natürlich gilt die Regel auch für Laufwerke oder Geräte wie den iPod, der sich ja auch als externes Laufwerk nutzen lässt. Wer Benutzer und Gruppen sorgfältig anlegt und die Tipps aus den vorangegangenen Workshops beherzigt, der hat das Risiko bereits erheblich minimiert. Auch der Einsatz von Apples Codiersoftware Filevault (Seite 27) und die Nutzung von verschlüsselten Disk Images (Seite 30) bieten Schutz vor Datenklau.

Mit dem kostenlosen Tool Truecrypt steht aber für Mac-OS X 10.5, 10.4, Windows und diverse Linux-Derivate eine ultimative Lösung zur Verfügung. Die Verschlüsselung wird nicht nur für potenzielle Hacker, sondern sogar für Geheimdienste zum unüberwindbaren Hindernis - vorausgesetzt, man hat ein langes und komplexes Passwort gewählt. Dann kann nur noch der Benutzer, der die Verschlüsselung vorgenommen hat, auf die Daten zugreifen.

Sichere Verschlüsselung

Truecrypt versteht sich unter anderem auf den Algorithmus AES (Advanced Encryption Standard), den die US-Regierung für den Schutz vertraulicher Dokumente zugelassen hat.

Damit der Schutz perfekt funktioniert, muss das Passwort bestimmten Anforderungen genügen. Truecrypt empfiehlt, beim Anlegen des Passwort mindestens 20 Zeichen zu wählen. Ein Passwort mit zwölf Zeichen, gemischt aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, ist aber absolut ausreichend. Auf Seite 68 geben wir Tipps für das Erzeugen eines solchen Passworts.

Truecrypt verschlüsselt allerdings nicht direkt mit dem Passwort. Es kommen weitaus komplexere Schlüssel zusätzlich zum Einsatz, die beim Erstellen des Passwortes indirekt vom Benutzer vorgegeben werden. Um an diese Vorgaben zu gelangen, fordert das Programm den Benutzer auf, die Maus eine Weile zu bewegen. Daraus erzeugt es Zufallszahlen, die dann in den Schlüssel einfließen.

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