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Sicherheitsbedenken bei Siri

25.07.2012 | 11:49 Uhr |

Siri ist die Sprachsteuerungs-Software für das iPhone 4S und das neue iPad. Ab Mountain Lion kommt eine Siri-Abwandlung auch auf den Mac.

Die Wissenschaftszeitung Technology Review warnt in den USA seit Ende Juni 2012 recht explizit vor allzu sorglosem Umgang mit Siri: „Apple hat bestätigt, dass Aufnahmen der Sprachanfragen auf Internet-Servern von Apple gespeichert werden. Damit soll die Erkennungsrate der Sprachsoftware verbessert werden.“ Apple gebe aber keine Auskunft darüber, wie lange die Aufnahmen dort gespeichert bleiben. Technisch agieren iPhone, iPad oder Mac (ab Mountain Lion) mit Siri nur als Aufnahmegerät. Die Sprachaufnahmedatei wird dann über Internet zu den Apple-Servern übertragen, dort ausgewertet und das Ergebnis zurück an Telefon oder Rechner geschickt.

Apple sagt zwar, dass keinerlei persönliche Informationen und keine Verknüpfung mit der Apple ID des Siri-Benutzers gespeichert wird, doch immerhin benutzt Siri auf dem iPhone 4S das Adressbuch sowie die Standortdaten des Telefons und die Liste aller Musikstücke. In den USA hat IBM die eigenen Mitarbeiter angewiesen, Siri nicht zu benutzen. Die Informationen aus dem iPhone 4S seien sehr bedeutsam für das Unternehmen, deshalb sollten sie nicht auf den Servern von Apple gespeichert werden – auch wenn Apple immer wieder den Schutz persönlicher Daten betone.

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