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Udpate: Apple dementiert behauptete Hintertüren in iOS

22.07.2014 | 09:24 Uhr |

Der ehemalige Jailbreak-Entwickler Jonathan Zdziarski sieht in der Packet-Trace-Funktion auf iOS-Geräten eine Gefahr für die Privatsphäre. Apple dementiert die Existenz der behauptete Hintertüren.

Der am Jailbreak für iOS 4 beteiligte Hacker Jonathan Zdziarski beschäftigt sich auch weiterhin mit den mobilen Apple-Geräten. Auf der Hope X in New York City präsentierte er die Ergebnisse seiner Suche nach Schwachstellen in iOS.

So wirft Zdziarski Apple vor, unbemerkt im Hintergrund private Daten zur Verfügung zu stellen. Die hierfür eingespannte Funktion „Packet Trace“, mit der Netzwerkdaten mitgeloggt werden, sei auf jedem iOS-Gerät aktiviert. Dabei sei die Funktion primär für Entwickler gedacht, die damit ihre internetbasierten Anwendungen verbessern können. Apple habe sich jedoch dazu entschieden, das Feature auf allen Geräten fest zu integrieren.

Packet Trace könne es Hackern ermöglichen, sich via USB oder Wi-Fi mit dem Gerät zu verbinden und so den Netzverkehr abzuhören. Eine visuelle Rückmeldung an den Besitzer des Geräts würde es nicht geben.

Schon mehrfach habe Zdziarski Tim Cook und seinen Vorgänger Steve Jobs auf diesen Umstand hingewiesen. Eine Reaktion sei jedoch nicht erfolgt.

Update: Apple hat auf Kritik Zdziarskis reagiert und dessen Behauptungen dementiert. Es gelte nach wie vor sie bereits früher getroffene Aussage: "Apple hat niemals mit Regierungsbehörde gleich aus welchem Land kooperiert, um eine Hintertür in irgendeines unserer Produkte oder Services einzubauen." Die von Zdziarskigezeigten Daten würden von "IT-Abteilungen, Entwicklern und Apple" allein zu Diagnosezwecken verwendet, Daten dieser Art würden niemals ohne explizite Freigabe gesendet.

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