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Sicherheitsexperten kritisieren Apples Updatepolitik

23.09.2008 | 13:13 Uhr |

Experten für Computersicherheit haben die Art kritisiert, wie Apple Updates veröffentlicht.

Andres Storm, Chef einer US-Sicherheitsfirma, wirft Apple in der Computerworld vor, dass seine Updatepraxis nachteilig für Unternehmen sei. Er vergleicht die Praxis mit Microsoft. Der große Vorteil von Microsofts Patch-Politik sei es, dass sie vorhesehbar ist. Updates erscheinen am zweiten Dienstag jedes Monats. Andere Updates erscheinen nur selten. Apple hingegen veröffentlicht Updates an jedem beliebigen Tag.

Dies würde laut Storm beispielsweise die Arbeit von Systemadministratoren erschweren. "Es beeinflusst die Organisation des IT-Teams", sagt Storm. Bei Windows können sich die Admins auf kommende Updates einstellen, bei OS X erscheinen sie plötzlich. Charlie Miller, ein Sicherheitsforscher, stimmt zu, dass Apple es IT-Profis schwer mache. "Wenn Administratoren wissen was passieren wird, können sie ihre Woche danach planen". Denn Admins müssten testen und können die Updates nicht ungesehen einspielen.

Wenn wenige Tage später erneut ein plötzliches Update erscheint, müssten sie erneut testen und anschließend die Systeme aktualisieren. Laut Miller könnte dies dazu führen, dass Unternehmen Updates ignorieren. Ein weiterer Experte, Swa Frantzen, widerspricht seinen beiden Kollegen. Frantzen erklärt, dass Apple Updates veröffentlicht, sobald sie fertig seien und nicht auf einen Termin warten müsse. "Die monatliche Erscheinungsweise schafft im Durchschnitt einen halben Monat unnötige Gefahr, weil der Patch fertig ist und den Nutzern nicht angeboten wird", so der Experte.

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