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Sicherheitsexperten kritisieren Defcon-Hacker-Contests

29.04.2008 | 12:19 Uhr |

Hersteller von Sicherheitssoftware kritisieren den seit Freitag angekündigten Hacker-Contest Race-to-Zero auf der Defcon-Konferenz im August. Die Veranstalter wollen die Teilnehmer dabei mit Virencode ausstatten, den diese modifizieren sollen, um Sicherheitssoftware zu überlisten. In den vier Kategorien "Eleganteste Verwirrung", "Schmutzigster Hack", "Comdedy" und "Bier am dringendsten benötigt" wollen die Veranstalter Hacks auszeichnen.

In der Industrie kommt der Wettbewerb jedoch gar nicht gut an, dieser werde mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen, meint etwa Paul Ferguson von Trend Micro: "Verantwortungsvolle Enthüllung ist die eine Sache, ab er die Leute in einem Wettbewerb zu ermutigen, geht über das Ziel hinaus." Die Veranstaltung werde vor allem für die "bösen Jungs" von Vorteil sein, die einige neue Tricks lernen könnten.

Antivirensoftwarehersteller sehen sich einer stetig wachsenden Menge von Malware gegenüber, es gebe keinerlei Anlass, weitere neue Viren zu programmieren, meint Roger Thompson, Chef-Ingenieur bei AVG Technologies: "Das ist ein dumme Idee".

Die Veranstalter verteidigen ihre Idee jedoch, der Wettbewerb solle klarmchen, welche Ansterengungen nötig sind, um Schutzsoftware zu umgehen: "Der Punkt ist es, zu zeigen, dass Antivirussoftware nicht allein gegen Malware hilft.

Info: Race-to-Zero

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