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Sicherheitslücken in Safari

11.03.2011 | 09:18 Uhr |

Entwickler und Hacker liefern sich ein ständiges Wettrennen miteinander. Gestern Abend hat Apple das brandneue Update für Safari rausgebracht

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Mit der neuen Safari-Version 5.0.4 für Windows und Mac OS X hat Apple buchstäblich in letzter Minute vor dem Beginn des Hacker-Wettbewerbs Pwn2own 62 Sicherheitslücken geschlossen. Zu den bereits in der letzten Woche in iTunes behobenen 57 Schwachstellen sind fünf weitere hinzu gekommen, die Apple wohl meist selbst entdeckt hat.

Doch Apple hat in Safari nicht nur Lücken gestopft sondern auch andere technische Verbesserungen vorgenommen. So soll die Stabilität bei der Anzeige von Web-Seiten mit vielen Multimedia-Inhalten verbessert worden sein. Hier hat es in den Vorversionen Probleme im Zusammenspiel mit Plug-ins gegeben. Auch bei Seiten, die Übergangseffekte nutzen, hat Apple die Kompatibilität verbessert. Probleme bei der Wiedergabe von HTML5-Videos auf Youtube sollen ebenso behoben sein wie unbefriedigende Druckergebnisse. Insgesamt sollte Safari 5.0.4 stabiler laufen als der Vorgänger.

TippingPoint , der Veranstalter des Wettbewerbs, hat die verwendeten Geräte und deren installierte Software auf dem Stand von vor zwei Wochen gehalten. Vor paar Stunden ist es bekannt geworden, dass die Hacker in Safari und Internet Explorer der achten Version Sicherheitslücken gefunden haben. Der Gründer des französischen Sicherheitsanbieter Vupen, Chaouki Bekrar demonstrierte die Schwachstellen in Safari unter aktualisierten Version von Mac-OS 10.6 Snow Leopard (64-bit). Die Lücke steckte in WebKit , einer Rendering Engine für Browser. Bekrar sagte , dass ein Team aus drei Entwickler etwa zwei Wochen gebraucht hat, um die Sicherheitslücke zu finden und einen funktionierenden Exploit zu schreiben. Derzeit müssen die Hacker den Benutzer nur auf eine vorgefertigte Webseite zu locken. Über die Seite wird dann Schadsoftware auf dem Rechner installiert. Das Team um Chaouki Bekrar hat für den erfolgreichen Hack 15.000 kanadische Dollar sowie den gehackten Macbook Air 13 Zoll gewonnen.

Quelle: Zdnet

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