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Von Patrick Woods - 15.12.2008, 12:40

Sicherheitsrisiko Copy and Paste

Copy and Paste auf dem iPhone

Mittels zusätzlicher Tools ist es mittlerweile ansatzweise möglich, Inhalte auf dem iPhone von einem Programm in ein anderes zu übertragen. Ausgereift und sicher sind diese Möglichkeiten jedoch nur bedingt.
So vielseitig das iPhone auch ist: eine wichtige Funktion hat Apple weggelassen: Das Kopieren und Einfügen von Text, Bildern und anderen Inhalten zwischen Programmen funktioniert nicht. Apple verlangt, dass Programme aus dem App Store autark funkionieren und nicht mit anderen Programmen interagieren. Zudem gibt es kein Multitasking mit mehreren offenen Apps gleichzeitig. Jedes Programm wird geschlossen, bevor ein anderes geöffnet werden kann. Eine Zwischenablage existiert nicht. Apple hat diese rigiden Mechanismen wohl vor allem aus Sicherheitsgründen eingeführt.

Sicherheitsrisiko: Kopieren per Webanwendung

Vielen Nutzern fehlt jedoch diese Möglichkeit, beispielsweise Teile eines Textdokumentes per E-Mail zu versenden. Drittentwickler arbeiten deshalb an Alternativen, mit denen Nutzer dennoch die Option erhalten, Inhalte zu kopieren und an anderer Stelle wieder einzufügen. Der Dienst Pastebud will dies jetzt nachreichen. Das Angebot funktioniert per Javascript und kann Inhalte aus Safari in Mail übertragen. Dazu legt der Nutzer zwei dynamische Bookmarks in Safari an. So kann man auf einer Seite den "Copy"-Link anklicken und Safari lädt nun eine kopierbare Version dieser Seite.
Hier wählt man aus, ob kopierte Inhalte direkt am Mail gesendet werden sollen oder an eine Zwischenablage gesendet werden. Im ersten Fall öffnet sich eine neue E-Mail mit dem zuvor markierten Text als Inhalt. Das Problem dabei: Pastebud nutzt einen eigenen Webserver als virtuelle Zwischenablage. Hier werden die kopierten Inhalte der Nutzer kurzzeitig abgelegt. Laut diversen Nutzerberichten kam es genau hier zu Problemen. Nutzer erhielten versehentlich die Inhalte anderer Nutzer, die nicht für die bestimmt waren.
Laut den Betreibern von Pastebud lag dies an falschen Einstellungen der Nutzer. Das Problem soll mittlerweile behoben sein. Dennoch ist der Umweg über einen Webserver eines Drittanbieters generell ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Pastebud gibt an, dass Inhalte anonym gespeichert werden und zudem nach fünf Minuten gelöscht werden. Eine Verschlüsselung gibt es jedoch nicht. In der kostenlosen Variante fügt Pastebud Werbung unter die eingefügten Inhalte hinzu, die der Nutzer erst manuell löschen muss. Ohne Werbung kostet der Service fünf Dollar. Zwischen anderen Programmen als Safari und Mail funktioniert der Dienst nicht.
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