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Siemens: Kurseinbruch ungerechtfertigt

22.09.2000 | 00:00 Uhr |

Die Kurseinbrüche bei Siemens- und Infineon-Aktien als Folge eines Berichts des US-Chipherstellers Intel über niedriger als erwartete Umsätze sind nach Ansicht des Siemens-Konzerns ungerechtfertigt. "Siemens und Infineon stehen vor einem Rekordergebnis", sagte eine Sprecherin des Münchner Elektronikkonzerns am Freitag auf Anfrage. Das Geschäft laufe hervorragend.

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hatte am Donnerstag nach Börsenschluss berichtet, die Umsätze für das dritte Quartal würden vor allem wegen der schwächeren Nachfrage in Europa niedriger als erwartet ausfallen. Darauf hin brachen die Intel-Aktien zeitweilig um mehr als 20 Prozent auf 48,56 Dollar ein. Auch die deutschen High- Tech-Titel gerieten dadurch unter Druck. So fielen die Kurse der Siemens-Aktie und des zum Konzern gehörenden Halbleiterherstellers Infineon im frühen Handel zwischenzeitlich um bis zu zehn Prozent.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 1999/2000 (30. September) habe der Siemens-Konzern seinen Gewinn vor Steuern um 128 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro steigern können, betonte die Siemens-Sprecherin. Der Umsatz sei um 15 Prozent auf 54,3 Milliarden Euro (106,2 Mrd DM) gestiegen. dpa/ab

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