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Siemens plant Absatz von 45 Millionen Handys

25.02.2004 | 11:07 Uhr |

München (dpa) - Siemens erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein starkes Wachstum im Mobilfunkmarkt und will seinen Handy-Absatz steigern.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen 39,1 Millionen Geräte verkauft. "Diesmal sollten es ein bisschen mehr als 45 Millionen sein", sagte der Chef der Siemens-Mobilfunksparte ICM, Rudi Lamprecht, der "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe).

Zugleich kündigte Lamprecht an, Siemens werde in diesem Jahr mehr als 30 neue Handy-Typen auf den Markt bringen. Ein neues UMTS-Modell soll voraussichtlich zum Jahresende 2004 kommen, sagte ein Unternehmenssprecher. Zuletzt hatte Siemens im vergangenen Oktober ein UMTS-Handy auf den Markt gebracht.

Lamprecht hatte bereits angekündigt, das Siemens-Mobilfunkgeschäft werde schneller als der Markt wachsen. Zum Start ins neue Geschäftsjahr 2003/2004 (30. September) hatte die Sparte im Weihnachtsgeschäft mit 15,2 Millionen verkauften Handys einen Rekordabsatz (Vorjahr: 11 Mio) erzielt und das Bereichsergebnis auf 123 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Marktanteil war dabei nach Unternehmensangaben auf über zehn Prozent gestiegen.

Das Wachstum im weltweiten Handy-Markt schätzt Lamprecht in diesem Jahr auf zehn Prozent. Auch das Marktwachstum von voraussichtlich fünf Prozent bei Netzausrüstungen werde Siemens voraussichtlich übertreffen. "Wir haben derzeit 29 Aufträge für den Aufbau moderner Mobilfunknetze weltweit und erwarten noch mehr", sagte Lamprecht. Im vergangenen Jahr machte Siemens dem Bericht zufolge mit dem Aufbau von Netzwerken für Mobilfunkbetreiber wie T-Online einen Umsatz von 4,31 Milliarden Euro. Der Verkauf von Mobiltelefonen habe Erlöse von 4,47 Milliarden Euro eingebracht.

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