877012

Siemens sicherte sich bislang 16 UMTS-Lieferverträge

22.03.2001 | 00:00 Uhr |

Der Siemens-Konzern hat sich nach eigenen Angaben
bislang 16 Liefervereinbarungen für den Aufbau von UMTS-Netzen in
zwölf verschiedenen Ländern gesichert. Damit liege das Unternehmen
nach Ericsson auf Platz zwei in Europa, berichtete Vorstandsmitglied
Volker Jung am Donnerstag auf der Computermesse CeBIT in Hannover.
Jeder einzelne Auftrag habe eine Größenordnung von 300 bis 800
Millionen Euro (587 Mio DM bis 1565 Mio DM). Insgesamt hätten sich
bislang 35 von erwarteten 77 UMTS-Lizenznehmern in Europa für einen
Lieferanten entschieden.

Das erste Handy für die neue Technologie will Siemens im dritten
Quartal 2002 ausliefern. Auf der CeBIT stellt Siemens bereits ein
funktionsfähiges UMTS-Netz vor. Bis zur Einführung der UMTS-
Technologie setzt Siemens auf den Vorläufer GPRS und will das erste
Handy des Formats in der zweiten Jahreshälfte starten.

Ein weiteres Wachstumfeld sei die Breitband-Technologie. Nach der
geplanten Übernahme der US-Firma Efficient Networks Inc. wolle
Siemens bei der DSL-Technologie, die den schnellen Internet-Zugang
ermöglicht, zu den führenden drei Anbietern im Weltmarkt gehören.

Einen Wiedereinstieg in die Technologie Powerline für das
«Internet aus der Steckdose» schloss das Unternehmen nicht aus. «Bei
entsprechender Auftragslage wären wir bereit, das Thema wieder
aufzugreifen», sagte der Chef der Konzersparte Information und
Communication Networks, Roland Koch. Vorläufig habe Siemens die
Aktivitäten jedoch auf Eis gelegt. Diese Ankündigung vor wenigen
Tagen hatte in der Branche für große Überraschung gesorgt, da
Powerline als vielversprechende Zukunftstechnologie gilt.
dpa

0 Kommentare zu diesem Artikel
877012