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Siemens verkauft stillgelegte Chipfabrik

18.09.2000 | 00:00 Uhr |

Der Siemens-Konzern hat einen Käufer für seine
stillgelegte Chipfabrik im englischen North Tyneside gefunden. Der
US-Halbleiterhersteller Atmel Corp. werde das Werk übernehmen, teilte
die Siemens AG (Berlin/München) am Montag mit. Über den Kaufpreis sei
Stillschweigen vereinbart worden. Atmel werde eventuell künftig
Halbleiter-Produkte an Siemens liefern.

Siemens hatte im August 1998 angekündigt, auf Grund von
Überkapazitäten in der Chipherstellung das britische Werk mit damals
1 100 Mitarbeitern zu schließen. Siemens hatte die Fabrik erst 14
Monate zuvor eingeweiht und damals rund 1,7 Milliarden DM investiert.
In den vergangenen beiden Jahren verhandelte Siemens mit mehreren
potenziellen Käufern.

Nach einem früheren Bericht der «Financial Times» soll Atmel
bereit sein, rund 50 Millionen Dollar (114 Mio DM) für das Werk zu
zahlen und eine weitere Milliarde Dollar zu investieren. Durch eine
Wiedereröffnung des Werkes würden voraussichtlich bis zu
1 500 Arbeitsplätze im Nordosten Großbritanniens geschaffen.
dpa

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