938919

Siemens will RFID-Marktführer werden

13.07.2005 | 15:17 Uhr |

Der Technologiekonzern Siemens strebt im Geschäft mit Funketiketten (RFID) die weltweite Spitzenposition an.

"Wir wollen Marktführer werden", sagte der Leiter des Geschäfts mit Informationstechnik-L ösungen des Konzernbereichs Siemens Business Services (SBS), Winfried Holz, der Finanznachrichten-Agentur dpa-AFX in München am Rande einer Tagung. "Derzeit sind wir einer der führenden Player, was die Zahl der Projekte und des Geschäftsvolumens angeht."

Auf den winzigen RFID-Chips (Radio Frequenz Identifikation) können Informationen gespeichert und per Radiowellen über eine Entfernung bis zu wenigen Metern abgelesen werden. Als Anwendungsfelder nennt Siemens unter anderem die Bereiche Warenlager, Logistik, Transport, Produktion und Medizin aber auch biometrische Pässe. Bei Einzelhändlern beispielsweise könne der Einsatz der RFID-Technik Lieferzeiten verkürzen und Kosten senken. Derzeit steckt die Funketiketten-Technologie laut Experten noch in den Kinderschuhen.

Siemens setzt laut RFID-Direktor Markus Kehrwald auf Kooperationen. "Partnerschaften sind für uns ganz wichtig - wir können und wollen nicht immer alles allein machen", sagte er dpa-AFX. Siemens habe Hardware-, Software- sowie System-Partner, beispielsweise die Softwareanbieter SAP und Microsoft sowie die Chiphersteller Intel oder Infineon. Als Wettbewerber im Geschäft rund um die Funketiketten nennt er IBM oder Accenture. Das RFID-Thema sei "Chefsache im Zentralvorstand".

0 Kommentare zu diesem Artikel
938919