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Siemens zieht sich bei Infineon zurück

06.12.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Siemens AG hat ihren früheren Mehrheitsanteil an der Halbleitertochter Infineon durch Aktienverkäufe auf unter 50 Prozent reduziert. Zusätzlich übertrug der Münchner Elektronikkonzern 200 Millionen Infineon-Anteile an einen Trust, dessen Treuhänder die Stimmrechte der entsprechenden Aktien jedoch nicht ausüben darf. Damit verfügen die freien Aktionäre von Infineon nun über die Stimmrechtsmehrheit. Nach diesen Schritten wird der defizitäre Chiphersteller nicht mehr voll bei Siemens konsolidiert. Nach der Equity-Methode wird die Siemens-Beteiligung an Infineon künftig unter "Finanzanlagen" in der Konzernbilanz ausgewiesen.

Die Siemens-Anleger reagierten erfreut auf die Nachrichten: Das Wertpapier kletterte am heutigen Mittwochnachmittag um 9,7 Prozent auf 73,25 Euro. Auch die Infineon-Aktie legte heute um 12,9 Prozent auf 27,10 Euro (Stand: 17:10 Uhr) zu, was jedoch eher an der angekündigten Bluetooth-Kooperation mit Toshiba liegen könnte (Computerwoche online berichtete). (ka)

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