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Silicon Valley berät über Terrorabwehr

08.01.2016 | 10:44 Uhr |

In San Jose beraten sich heute die Unternehmensspitze von Apple, Google, Facebook, Microsoft und anderen Unternehmen mit Vertretern der US-Regierung über mögliche Maßnahmen gegen die Rekrutierung von Terrorunterstützern.

Der IS (in den USA meist ISIL genannt) und andere Terrorgruppen nutzen soziale Medien und andere digitale Kommunikationskanäle nicht nur zur Verständigung über unmittelbar bevorstehende Anschläge sondern auch zur Rekrutierung und Radikalisierung von Unterstützern. Wie dem ein Riegel vorgeschoben werden könnte, möchte das Weiße Haus heute mit den Unternehmensspitzen von Apple, Microsoft, Twitter, Google, Facebook und anderen Firmen aus dem Silicon Valley in San Jose diskutieren, berichtet Buzzfeed . Gesucht seien Methoden zur Unterminierung des ISIS und anderer Gruppen, lassen Vertreter der Regierung wissen: "Das Weiße Haus sieht das Silicon Valley als eine wichtige Partei zur Bekämpfung der Propaganda des ISIS und anderer Gruppen an. Es muss eine gemeinsame Anstrengung zur Bekämpfung der ISIS-Propaganda geben."

Welche Maßnahmen der Regierung genau vorschweben, geht aus der Nachricht nicht hervor. Zuletzt hatten Apple und andere Unternehmen aber immer wieder von Strafverfolgungsbehörden die Klage gehört, die sichere Verschlüsselung ihrer Produkte würde die Verbrechensbekämpfung im Allgemeinen und die des internationalen Terrorismus im Speziellen erheblich erschweren. Apple lehnt hingegen Hintertüren für die Behörden ab , solche Lücken in der Verschlüsselung würden dann eben nicht nur die "Guten" für ihre Zwecke nutzen können, sondern eben auch Kriminelle. Privatsphäre gefährde keineswegs die öffentliche Sicherheit, eher sei das Gegenteil der Fall. Die jüngsten Anschläge in Europa und den USA haben  den Druck der Regierungen auf die IT-Firmen erhöht, Großbritannien etwa plant ein Gesetz , das Verschlüsselung weitgehend verbieten soll.

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