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Neuerungen für Siri: Japanisch, keine Portierung auf ältere Geräte

15.02.2012 | 13:12 Uhr |

Der intelligente Sprachassistent Siri lernt wie versprochen fleißig weiter

Da sich am iPhone 4S äußerlich nichts geändert hatte, war Siri der größte Verkaufsargument für das neue Modell. Auf der Vorstellung im Oktober konnte der intelligente Sprachassistent für iPhone gerade mal vier Sprachen: Englisch (Britische und Amerikanische Variante), Französisch und Deutsch. Seit gestern verkündet aber Siri stolz, dass auch Japanisch zur Verfügung steht.

Diese Sprachwahl mag zuerst verwundern. Japanisch mit seinen fast 130 Millionen Muttersprachler ist weit vom Status einer Weltsprache entfernt. Anfang des Jahres wurde spekuliert, dass Apple möglicherweise Unterstützung für Spanisch (ca. 450 Mio. Sprecher), Chinesisch (1,3 Milliarden Sprecher) und Russisch (280 Mio. Sprecher) in Siri implementiert. Mit Japanisch als weiterer Sprache in der Siri-Auswahl kann Apple auf zusätzliche Verkaufserfolge im Land hoffen. Zudem kann sich der intelligente Sprachassistent als mächtiges Marketing-Argument für den iPad-3-Kauf erweisen, falls Apple wie erwartet Siri auch auf sein Tablet bringt.

Hintergrund: Apple hatte bis zu dem Launch des iPhone 4S im letzten Oktober nur schleppend sein Smartphone in Japan verkauft . Zum einen konnte das iPhone mit heimischen Modellen in puncto einiger technischen Daten wie Videokamera, TV-Tuner nicht mithalten. Zum anderen vertrieb Apple die älteren Modelle nur über den japanischen Mobilfunkanbieter Softbank, der gerade mal mit 10,7% am Markt beteiligt ist. Das iPhone 4S dagegen wird seit Oktober 2011 noch über KDDI (13,8% Marktanteil) angeboten, was Apple die gleichen Verkaufserfolge wie in den USA und Europa bescherte.

Kein Spire für Siri

Gleichzeitig mit der neuen Sprache ist Siri seit gestern für andere Modelle außer dem iPhone 4S ausgesperrt. Apple hat eine zusätzliche Hinderung für den Zugang zur Siri-Datenbank eingebaut. Bislang konnte man auf dem iPhone 4 mit dem neuesten Jailbreak eine App namens Spire herunterladen. Nach der Installation konnte die App die nötige Software direkt von Apple übertragen, so dass Siri auf dem iPhone 4 oder dem iPod Touch lief. Jetzt verlangt der Apple-Server eine zusätzliche Authentifizierung, die über ein neues " SetActivationToken " stattfindet. Die iPhone-Bastler haben allerdings ziemlich schnell einen Ausweg gefunden: Dazu muss man im Root-Verzeichnis von iPhone (nur nach dem Jailbreak zugänglich) die Datei com.apple.assistant.plist löschen. Die Datei befindet sich im Ordner "var - mobile - Library - Preferences".

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