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Siri-Stimme Bennett: "Siri-Auftrag war todlangweilig"

11.11.2015 | 08:30 Uhr |

Über die frühen Tage der Sprachsteuerung im iPhone spricht die Synchronsprecherin Susan Bennett.

Vor gut einer Woche war die berühmte Synchronsprecherin in dem Podcast "Great Work Insights" aufgetreten und hat einige neue Einzelheiten zu der Funktionsweise der App und der Spracherkennung erzählt. Demnach hätten die Aufnahmen 2005 nicht für die Siri-Entwickler um Dag Kittlauf und Adam Cheyer , sondern für den Hersteller von Sprachsoftware Nuance stattgefunden. Dass Apples Entwickler bis heute die Stimme von Bennett nutzen können, um immer wieder lustige Antworten auf das iPhone zu bringen, liegt daran, dass Synchronsprecher beim derartigen Aufträgen eine bestimmte Menge an Phrasen aufnehmen, die an sich keine Bedeutung haben. Diese Phrasen bilden jedoch jede mögliche Lautekombination einer Sprache ab. Die Programmierer destillieren diese Lautekombinationen aus den Aufnahmen, das Programm kombiniert die Sound-Schnippsel dann zu den x-beliebigen Antworten. Bennett gibt zu, dass der Auftrag bei Nuance sehr langwierig war. Sie war froh, die Aufgabe endlich mal erledigt zu haben.

Ein interessantes Detail verrät Susan Bennett in einem Nebensatz: Angeblich hat Apple beim Kauf der Firma an die Gründer rund 200 Millionen US-Dollar gezahlt. Kurz davor konnte Siri sich noch Investitionen in Höhe von rund 24 Millionen US-Dollar sichern, die Kapitalisierung betrug somit das Zehnfache der Anfangs-Investitionen. Im Vergleich mit der Beats-Übernahme war Siri für Apple ein Schnäppchen – für den Kopfhörer-Hersteller hat man in Cupertino fast drei Milliarden US-Dollar gezahlt.

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