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Siri mit neuen Funktionen und Auto-Integration

10.06.2013 | 23:15 Uhr |

Bei der Keynote der diesjährigen WWDC 2013 hat Siri nur eine Nebenrolle gespielt. Doch eine Funktion zeigt, dass Apple noch Großes mit dem intelligenten Assistenten vorhat.

Eddy Cue war auf der Bühne in San Francisco für allerlei Web-Dienste zuständig - er hat das neue iTunes Radio vorgestellt, dazu die neuen Funktionen für Siri. Wider Erwarten schaffte es der intelligente Sprachassistent nicht auf den Mac. Siri bleibt iPhone und iPad vorbehalten. Apple hat für die vorhandenen Sprachen neue Siri-Stimmen eingeführt, etwas vage hat Cue versprochen, dass das Sprachtool nach und nach noch weitere Sprachen unterstützen wird. Konkret wurde Apples Vizepräsident nicht: Er nannte weder genaue Termine noch einzelne Sprachen. Da Siri nach wie vor nur in iOS 7 integriert ist, kann sich Apple noch bis Herbst mit der Finalisierung Zeit lassen. Erst wenn die Nutzer die nächste Version des mobilen Betriebssystems auf ihre Geräte installieren können, kann Apple auch die neuen Sprachen freischalten. Der Entwickler hatte in der Vergangenheit kleinere Änderungen beispielsweise an der Dialogführung vorgenommen, ohne dass das ein explizites iOS-Update erforderte .

Eine der neuen Siri-Funktionen stand schon lange auf der Wunschliste der Nutzer: Bis jetzt stellte sich der Assistent gegen jegliche Verwaltungsaufgaben innerhalb des iOS stumm . Apple hat mit dem neuen Control Center verbesserte Einstellungsmöglichkeiten entwickelt, davon wird auch Siri profitieren – das Tool kann dann Bluetooth ein- und ausschalten, die Bildschirmhelligkeit steuern und die letzte Mail vorlesen.

Suche mit der Spracheingabe

Ab der nächsten Version von iOS wird Siri intelligenter und kann deutlich mehr Fragen beantworten, meint Apple. So haben sich die Entwickler eine Art Zusammenfassung der Suchergebnisse direkt in der Siri-App überlegt. Dazu sucht Siri gezielt auf Wikipedia oder Twitter. Doch das Resultat sieht in etwa aus wie die frühen Versionen der Google-Suche für das iOS: Der Nutzer erhält eine Liste mit den Links zu den Webseiten, die dem Suchalgorithmus der Anfrage am besten passen. Mittlerweile ist Google aber deutlich weiter. Mit Knowledge Graph wertet der Dienst die gefundenen Ergebnisse aus und präsentiert sie als Kasten mit den wichtigen Infos. Der Online-Dienst Wolfram Alpha, der bei Siri für die Antworten auf die allgemeinen Fragen zuständig ist, funktioniert ähnlich, ist aber nur in der englischen Sprache verfügbar.

iOS in the Car

Mit dem eingebauten GPS-Chip war es nur ein Anfang, dann kam die Navigationssoftware als App für das iPhone, jetzt will Apple komplett die Telematik im Auto übernehmen. Deshalb ist es kein Wunder, dass Apple quasi eine Mini-Version von iOS und Siri für die Auto-Hersteller anbietet. Bereits Anfang des Jahres haben wir gemeldet, dass Siri eine grafische Oberfläche bekommen soll . Dies trifft  weniger auf die iPhone-Version zu, viel mehr Mühe hat sich Apple bei iOS in the Car gegeben. Die Funktion kommt als eine eigenständige Anwendung, angepasst an die Bildschirmgröße der Autokonsole und an die Anforderungen des Nutzers während der Fahrt. Mit der patentierten „Eyes Free“-Technologie kann der Fahrer sein iPhone nur mit der Stimme bedienen. Ob Apple es mit Siri schafft, sich gegen die nativen Steuersysteme der Auto-Hersteller zu behaupten, bleibt abzuwarten. iOS in the Car ist erst für 2014 angekündigt und nur für die Systeme bestimmter Fahrzeughersteller.

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