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Skandal bei HP

14.09.2006 | 11:37 Uhr |

Das Unternehmen Hewlett-Packard wird von einem Skandal erschüttert. Die HP-Chefin Patricia Dunn soll mit unlauteren Mitteln Mitglieder des Aufsichtsrats ausspioniert haben. Der kalifornische Staat will jetzt Anklage gegen die beteiligten Personen erheben.

HP-Chefin Patricia Dunn hatte ermitteln wollen, welche Manager vertrauliche Informationen an die Presse weitergegeben hatten. Dazu beauftragte sie laut Macworld die Privatdetektei Security Outsourcing Solutions (SOS), um Informationen über Mitglieder des Aufsichtsrats zu sammeln. Mitarbeiter der Detektei gaben sich bei einer Telefongesellschaft als die verdächtigten HP-Manager oder als Journalisten aus, um an Gesprächsprotokolle zu gelangen.

Thomas Dressler, Sprecher der Staatsanwaltschaft, sagte, dieses Vorgehen verstoße eindeutig gegen kalifornisches Recht. Man habe genug Beweise, um gegen die beteiligten Personen vorzugehen. Namen nannte Dressler unter Hinweis auf das laufende Ermittlungsverfahren jedoch nicht.

HP hat bestätigt, dass sich Mitarbeiter der Privatdetektei als HP-Manager ausgegeben hätten. Dunn soll im Januar 2007 zurücktreten und den HP-Vorsitz Mark Hurd überlassen.

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