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Cisco klagt gegen Skype-Übernahme durch Microsoft

16.02.2012 | 07:22 Uhr |

Cisco will gegen die von der EU genehmigte Übernahme des Internettelefoniedienstes Skype durch Microsoft Klage erheben

Die Kartellbehörden sollten zur Bedingung für das Geschäft im Volumen von 8,5 Milliarden US-Dollar machen, dass Microsoft und Skype Standards unterstützen, die zur Interoperabilität zwischen Kollaborationsplattforen führen. Microsoft hatte die Übernahme im Mai 2011 angekündigt, die EU hatte sie im Oktober genehmigt. Zuletzt hatte Microsoft Pläne verraten, Skype in sein Kollaborationssystem Lync zu integrieren. Die für den Europäischen Gerichtshof vorbereitete Klage will die Fusion nicht in Frage stellen, Cisco will aber Bedingungen an sie knüpfen.

Wie Ciscos Senior Vice President der Video and Collaboration Group Marthin de Beer im Firmenblog erklärt , könnten Nutzer Videoanrufe nicht so leicht wie Telefongespräche tätigen, wenn nicht Microsoft und Cisco offene Standards unterstützen: "Microsofts Pläne, Skpye exklusiv mit Lync zu koppeln, würde 700 Millionen Skyper in eine Microsoft-Plattform verschließen." Insbesondere verwendeten Skype und Microsoft in dem Szenario nicht den Video-Codec H.264 und das Protokoll SIP. Ohne teure Gateways könnten Nutzer von Cisco-Videokonfernezsystemen keine Microsoft-Skype-Nutzer mehr erreichen.

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