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Skype akzeptiert Open-Source-Lizenz

09.05.2008 | 11:17 Uhr |

Der VoIP-Anbieter Skype hat seinen Einspruch gegen ein Urteil gegen ihn zurückgezogen. Landgericht München hatte das Unternehmen wegen Verletzung der GPL-Lizenzbedingungen verurteilt.

Skype akzeptiert das Urteil des Gerichtes. Im Juli 2007 hatte das LG München Skype verurteilt. Der Hintergrund: Der Programmierer Harald Welte hatte Skype wegen Verstoßes gegen die GPL-Lizenzbedingungen verklagt. Skype verkauft ein VoIP-Handy vom SMC, das mit Linux betrieben wird. Jedoch hat Skype nicht wie in der GPL des Linuxkernels verlangt, den Quellcode der Software veröffentlicht. Zudem muss der Text der GPL in voller Länge beigefügt sein.

Skype argumentierte in der Verhandlung, dass die GPL-Bedingungen gegen das Kartellrecht verstoßen würden. Das Gericht ignorierte diese Argumentation. Nach dem Urteil im Juli ging Skype in Berufung. Bei einem weiteren Verhandlungstag am 08. Mai 2008 stützte sich das Unternehmen erneut auf diese Argumentation. Nachdem der Richter jedoch ankündigte, dass dieser Widerspruch keine guten Aussichten auf Erfolg hätte, zog Skype seinen Einspruch zurück.

Info: Blog von Harald Welte

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