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Skype als möglicher NSA-Lieferant verdächtigt

12.10.2013 | 13:18 Uhr |

Der Online-Telefon-Dienst Skype steht unter Verdacht, unerlaubt Gesprächsdaten an Regierungsorganisationen wie die NSA weitergegeben zu haben.

Derzeit steht Skype unter Beobachtung durch die luxemburgische Sicherheitskommission. Wie der Guardian herausgefunden hat, soll der Internet-Telefon-Dienst in das Prism-Programm der US National Security Agency (NSA) involviert sein. Das Hauptquartier von Skype befindet sich in Europa, weshalb eine Ankage wegen Verletzung der Datenschutzrichtlinien möglich wäre, sollte sich der Verdacht erhärten.

Luxemburgs Sicherheits-Chef Gerard Lommel wollte aufgrund laufender Ermittlungen bisher keine Aussage zum Thema machen. Auch Microsoft hält sich mit Stellungnahmen derzeit noch bedeckt. Noch ist auch unklar, on der Transger von Kommunikationsdaten durch Skype an die NSA möglicherweise im Vorfeld durch spezielle, staatliche Rechtshilfe sanktioniert wurde. Nach Angaben geheimer Dokumente, die dem Guardian angeblich vorliegen, soll sich die Menge an Daten, die die NSA von Skype erhalten hat, seit der Übernahme durch Microsoft im Jahr 2011 aber verdreifacht haben.

Laut den NSA-Berichten soll Skype bereits im Februar 2011 dazu aufgefordert worden sein, einer Überwachung der Gespräche durch die NSA zuzustimmen. Das entsprechende Dokument soll seinerzeit vom US-Generalstaatsanwalt unterzeichnet worden sein. Schon innerhalb weniger Tage, berichtet die Spionageabteilung, soll der erste Skype-Anruf abgehorcht worden sein.

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