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Intels Software wird iPhone-Apps konvertieren

07.10.2010 | 11:26 Uhr |

Die meisten mobilen Geräte wie Smartphones und Tablets laufen auf den ARM-basierten Prozessoren. Intel versucht deswegen, auf dem mobilen Markt Fuß zu fassen

Da Intel auf dem mobilen Markt erst Fuß fassen und gegen seine Konkurrenz ankämpfen muss, geht der Chip-Hersteller erstmal einen ungewöhnlichen Weg: Statt seine Chips in möglich vielen Geräten einzubauen, versucht Intel zuerst eine breite Basis an Software und somit Nachfrage für die Geräten mit seinen Chips zu schaffen.

Dafür entwickelt der Chip-Hersteller ein Konverter-Programm, das iPhone-Apps auf die Intel-basierte Geräte portiert. Somit wird das Programm zur besseren Auswahl in AppUp Center verhelfen.

Unklar ist allerdings, wie diese Hilfs-Software funkionieren soll. Apps für das iPhone basieren heute zu großen Teilen auf "Cocoa Touch", einer Softwarebibliothek von Apple, die speziell für iPhone, iPod Touch und iPad entwickelt wurde. Cocoa Touch neu zu schreiben für Intels Atom-Prozessor dürfte unmöglich sein. Denkbar ist dagegen, dass die Hilfs-Software als "Emulator" arbeitet, so dass die Apps für das iPhone (und dessen ARM- beziehungsweise A4-Prozessor) auf einem Atom-Prozessor funktionieren. Ein solcher Emulator verstößt aber gegen diverse lizenzrechtliche Bedingungen von Apple, außerdem prüft Apples iTunes-Software bei jedem Download, ob es sich bei einem Gerät wirklich um ein iPhone handelt.

Intel arbeitet auf dem mobilen Markt mit Nokia zusammen. Im Februar dieses Jahres haben die beiden Unternehmen das Plattform Meego vorgestellt, Apps dafür kann man in AppUp Center und Nokia Ovi Store erwerben. Smartphones mit Meego werden bis Ende dieses Jahres angekündigt. Ein Tablet mit dem Intel-Prozessor gibt es bereits: WeTab von Neofonie.

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