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US-Verkehrsbehörde will Nutzung von Elektronik im Auto untersagen

14.12.2011 | 07:16 Uhr |

Die US-Behörde National Transportation Safety Board (NTSB), die Empfehlung für Verkehrssicherheit ausspricht, will ein landesweites Verbot für die Nutzung elektronischer Geräte im Auto durchsetzen.

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Der Vorschlag der NTSB geht über bestehende Gesetze hinaus, berichtet der IDG News Service, die Empfehlung betrifft auch Handys mit Freisprechanlage, die bisher in den meisten US-Bundesstaaten erlaubt sind. Das absolute Verbot für Handynutzung hinterm Steuer soll für Berufskraftfahrer und für Privatpersonen gelten. Laut NTSB-Vorsitzender Deborah Hersman war ein Unfall jüngst in Missouri mit zwei Toten und 38 Verletzten der Anlass für den Gesetzesvorschlag, den die NTSB nicht selbst durchsetzen kann. Der Fahrer eines Pickups, der den Unfall ausgelöst hatte, versendete und empfing in den elf Minuten vor dem Crash nicht weniger als elf Textnachrichten auf seinem Smartphone.

"Es scheint so, als wäre es nur ein kurzer Anruf, ein sehr schneller Text, ein Tweet oder ein Update, aber Unfälle passieren eben in Augenblicken", erklärt Hersman. "Tausende von Leben gingen wegen solcher Ablenkung verloren." Seit 2010 seien in den USA 3.000 Verkehrstote auf abgelenkte Unfallfahrer zurückzuführen gewesen. Der Gesetzesvorschlag für alle 50 Staaten und den District of Columbia beziehe sich daher mehr auf die Ablenkung als solche denn auf spezifische Geräte. Selbst Handys mit Freisprechanlage würden die Fahrer stark genug ablenken, um für ein Gefahrenpotential zu sorgen.

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