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Apple-Patent: Videoaufnahmen per Infrarot temporär deaktivieren

20.06.2011 | 13:26 Uhr |

In einem Patentantrag vom Dezember 2009 hat Apple die Möglichkeit beschrieben, die Kamerafunktionen eines Smartphones wie dem iPhone vorübergehend auszuschalten.

Werden in der Umgebung eines iPhones mit Infrarotsensor demnach entsprechende Strahlen respektive Signalen ausgesandt, könnte dies die Videofunktion des Smartphones temporär deaktivieren, schreibt das österreichische IT-Magazin Futurezone in Anschluss an einen Bericht von Business Insider . Das beliebte Mitschneiden bei Konzerten oder Sportveranstaltungen soll somit unterbunden werden. Solche Videoaufnahmen landen oft schnell auf Youtube und anderen Videoportalen, sehr zum Ärger der jeweiligen Rechteinhaber, die gern für Geld und Gebühren eigene Aufnahmen von Konzerten selbst vermarkten. Andere Funktionen, wie das Telefonieren oder das Schreiben von SMS sowie wohl auch die normale Fotokamerafunktion sollen aber auch in diesem Fall weiter funktionieren. Ob dies freilich der richtige Weg ist, sich seitens eines Herstellers von Smartphones in den Streit um Rechte einzumischen, indem man gezielt beim Kauf miterworbene Fähigkeiten des iPhones abschalten lässt, und sei es nur temporär, erscheint uns als sehr fraglich.

Sehr wohl passen aber solche Ankündigungen in die Apples Strategie zur Weiterentwicklung des iTunes Store. Vor einigen Wochen ist es bekannt geworden, dass einige namhafte Musiklabels wie EMI und Universal einen Vertrag mit Apple über Musikstreaming-Dienst iCloud unterschrieben haben. Apples Patent kann man in diesem Kontext als Unterstützung der Urheberrechte großer Labels deuten.

Info: Futurezone.at

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