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Smartphones: Mobilgeräte von Microsoft schließen angeblich auf

30.05.2014 | 07:34 Uhr |

Die Rhino Inter Group, nach eigenen Angaben eine der weltweit führenden Großhandelsgruppen für mobile Geräte, will eine ”stark wachsende Nachfrage“ nach Smartphones von Microsoft festgestellt haben. Apple dagegen würde sukzessiv verlieren.

In 24 Staaten hat Windows Phone von Microsoft nach Recherchen der Großhandelsgruppe Rhino Inter Group angeblich einen höheren Marktanteil als Apple, darunter bevölkerungsreiche Länder wie Indien. Auch in Europa sieht die Rhino Inter Group Microsoft Phone auf dem Vormarsch. Vorreiter sei Italien: Während Apple im letzten Jahr einen Marktanteilsverlust von über acht Prozent auf insgesamt 10,1 Prozent habe hinnehmen müssen, soll Windows Phone mit vier Prozent Zuwachs beim Marktanteil Apple überholt haben. Eine ähnliche Entwicklung sagt die Rhino Inter Group in den nächsten Jahren für Deutschland voraus: Im letzten Jahr hatte Apple hierzulande demnach Einbußen von rund 1,6 Prozent  zu verzeichnen, während Windows Phone um vier Prozent auf 6,3 Prozent Marktanteil zulegen konnte.

Als wesentlichen Grund für das vorgebliche Vordringen von Microsoft sieht der Rhino-CEO die Preisgestaltung. Windows Phones kosten demnach im Schnitt knapp die Hälfte eines iPhones. Bei dieser Modellrechnung wird ein Windows Phone mit rund 220 Euro und ein iPhone mit durchschnittlich 480 Euro angesetzt.

Als weiterer Grund für den vermeintlichen Trend sieht das Unternehmen das sogenannte ”Carrier Billing” für Windows Phone. Dies bedeutet, dass App-Käufe bei Microsoft direkt von der Telefongesellschaft eingezogen werden, statt wie bei Apple über ein Kreditkartenkonto oder einen Prepaid-Code. Der Vorteil liege darin, dass jeder Smartphone-Nutzer eine Telefongesellschaft für die Abrechnung hat und sich auf diese Weise nicht um Kreditkarte oder Codes kümmern müsse. Gerade in Schwellenländern seien Kreditkarten nicht sonderlich weit verbreitet.

Naturgemäß sollte man mit solchen Untersuchungen vorsichtig umgehen. Denn ob diese überraschenden Zahlen und Trends sich bestätigen, ist weiteren Studien zu überlassen. Man darf gespannt sein, ob auch andere Marktforschungsinstitute oder Handelsgruppen zu vergleichbaren Ergebnissen kommen.

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