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Snowden entwickelt Software zum Schutz der Privatsphäre

22.07.2014 | 08:54 Uhr |

Whistleblower Edward Snowden will an der Entwicklung von Verschlüsselungsprogrammen arbeiten, die Internet-Nutzern beim Schutz ihrer Privatsphäre helfen sollen.

Seit fast einem Jahr sitzt Edward Snowden an einem nicht näher bekannten Ort in der russischen Hauptstadt Moskau fest. Das Land hatte ihm Asyl gewährt und schützt ihn vor der Auslieferung an die USA, wo ihn ein Prozess wegen Geheimnisverrats erwartet.

Snowden will jedoch nicht untätig herum sitzen, sondern seine Zeit sinnvoll nutzen. In einer rund 90-minütigen Diskussionsrunde im Rahmen der Hackers on Planet Earth Conference (HOPE), an der er per Google Hangouts teilgenommen hatte, sprach der Whistleblower am Wochenende über seine Zukunftspläne. Snowden wolle demnach Programme entwickeln, die Internet-Nutzern beim Schutz ihrer Privatsphäre helfen sollen. Die Tools sollen sicher und vor allem einfach zu bedienen sein. Hilfe erhofft Snowden sich dabei von den Teilnehmern der HOPE-Konferenz, die er zur Mitarbeit aufrief.

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Obwohl Snowden keine nähere Details zu den geplanten Programmen bekannt gab, erklärte er, dass es sich dabei um Verschlüsselungssoftware handeln soll. Verschlüsselung sei jedoch nur der Anfang. Die Privatsphäre von Internet-Nutzern müsse künftig umfassender geschützt werden. Zudem müssten Entwickler sicher gehen, dass ihre Programme auch von Laien bedient werden können.

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