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So werden mobile Macs zu Seismographen

28.02.2007 | 16:19 Uhr |

Dort, wo das weltweite Herz der Computer-Indistrie schlägt, ist auch ein für Geologen höchst interessantes Terrain. Kalifornien und besonders die Region zwischen San Francisco und Los Angeles ist in hohem Maße von Erdbeben bedroht - hier stoßen die Nordamerikanische und die Pazifische Kontinentalplatte aufeinander. Wenn sich jetzt an der San-Andreas-Verwerfung etwas ereignen sollte, dann können alle aktuellen mobilen Macs in diesem Gebiet dies feststellen - die Freeware SeisMac macht das möglich.

Die letzte Reihe der G4-PowerBooks sowie alle MacBooks und die Pro-Serie besitzt ihn: den Sudden-Motion-Sensor. Eigentlich solle er bloß bei ruckartigen Bewegungen des Rechners die Festplatte sichern, damit der Schreib-/Lesekopf und die eigentliche Festplatte nicht kollidieren und so vor Datenverlusten schützen soll.

Die Softwarefirma Suitable Systems hat aber mit Unterstützung der National Science Foundation ein Programmpaket entwickelt, das den Sensor zu einem Seismographen macht. SeisMac ist in Version 2 erschienen, kann Erdbewegungen feststellen und ihre Richtung in allen drei Dimensionen anzeigen. Für genauere Ergebnisse lohnt eine Kalibrierung des Sudden-Motion-Sensors. Hierfür stellt Suitable Systems SeisMaCalibrate 1.2 zur Verfügung. Beide Tools sind kostenlos, die Library , um an die Daten des Sensors zu gelangen, stellt Suitable Systems quelloffen zur Verfügung. Der Videoplayer chroma nutzt sie bereits, um bei Bewegungen des MacBooks das Playerfenster zu stabilisieren.

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