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So wird der Mac fit für den Euro

17.12.2001 | 00:00 Uhr |

Österreicher haben die Münzen der neuen Währung seit Samstag in der Hand, am Montag ist E-Day in Deutschland. Zeit, den Mac auf den Euro umzustellen.

Schon mit Mac-OS 8.5 hat Apple sein Betriebssystem Euro-kompatibel gemacht und das europäische Währungszeichen integriert. Bis zu Mac-OS 9.0.4 erreicht man das Eurosymbol mit der Tastenkombination Wahl-Umschalt-D, ab Mac-OS 9.1 und unter Mac-OS X erzeugt man es mit Wahltaste-E.
Microsoft hat mit Office 98 schon Schriften ausgeliefert, die das Eurowährungszeichen darstellen. Die neuen Euro-Zeichensatzkoffer lassen sich nach dem Download durch Kopieren in den Ordner "Zeichensätze" innerhalb des Systemordners im klassischen Mac-OS verwenden. Unter Mac-OS X legt man die Schriften in den Ordner "Fonts" im Verzeichnis "Library" und macht sie so jedem Benutzer zugänglich.

Umstellung von Excel mit Euroconvert


Die Tabellenkalkulation Excel stellt das Eurozeichen seit Version 98 dar. Nur wer mit Mac-OS 8.5 arbeitet, muss ein entsprechendes Update für das Programm beziehen oder das Betriebssystem auf Version 8.6 aktualisieren.
Die Versionen Excel 2001und Excel X bieten eine eigene Konvertierungsfunktion für den Euro an. Man erreicht sie über den Menüpunkt "Funktionen < Finanzmathematik". Der Konverter leistet die Umrechung von fast jeder Euro-Mitgliederwährung in die Gemeinschaftswährung und umgekehrt. Einen Schnitzer hat sich Microsoft allerdings geleistet. Griechenland, das etwas später als die anderen elf Mitglieder dem Währungsverbund beitrat, hat die Gates-Company glatt vergessen. Selbst in Office X akzeptiert der Konverter von Excel keine Drachmen als Eurowährung - und das, obwohl Griechenland bereits seit Januar 2001 Mitglied des Währungsverbundes ist.
Auch Triangulationsrechnungen beherrscht das Excel-Add-In. So rechnet es eine Eurowährung über den Zwischenschritt Euro in eine andere um. Dafür stehen jedoch nur die Währungen der Mitglieder der Europäischen Union zur Verfügung, die den Euro als gemeinsame Währung eingeführt haben (außer Griechenland). Die Erweiterung verwendet die von der Europäischen Union festgelegten Wechselkurse.
Euroconvert arbeitet mit folgender Syntax: "Number", "Source", "Target", "Full_Precision", "Tri_Precision". Der Platzhalter "Number" steht für einen Wert oder eine Zelle, die konvertiert werden soll. "Source" ist die Quellwährungseinheit und "Target" die Zielwährung. Beide Werte werden in einem speziellen ISO-Code angegeben oder in Bezug zu entsprechenden Zellen gesetzt. Eine Tabelle mit den ISO-Codes der einzelnen Länder steht im Kasten unten auf dieser Seite. Der Parameter "Full_Precision" ist ein logischer Wert, der den Zustand "Wahr" oder "Falsch" annehmen kann. "Wahr" zeigt das Ergebnis mit allen signifikanten Ziffern aus der Berechnung. Bei "Falsch" berücksichtig Excel die währungsspezifischen Rundungsregeln und den Anzeigengenauigkeitswert. Diese Einstellung ist der Standardwert, wenn man hier nichts einträgt. "Tri_Precision" gibt die Anzahl der Stellen an, die Excel bei der Umrechnung zwischen zwei Eurowährungen verwenden soll. Der Parameter muss eine ganze Zahl gleich oder größer drei sein. Lässt man das Argument aus, rundet Euroconvert den Zwischenwert nicht.

Excels Eurokonverter in der Praxis


Um einen D-Mark-Wert in Euro umzurechnen, geht man wie folgt vor: Zuerst klickt man in die Zelle, die den Eurowert enthalten soll. Anschließend wählt man im Menü "Einfügen" die Option "Formel". In der nun erscheinenden Dialogbox wählt man links die Option "Finanzmathematik" und rechts das Modul "EUROCONVERT". Für die Umrechnung von Mark in Euro setzt man im Fenster der Excel-Erweiterung nach der Syntaxregel die gewünschten Werte ein. Für das Argument "Number" kann man einen festen Wert oder eine Zelle (zum Beispiel "A1") angeben, die den zu konvertierenden Betrag enthält. Als Quellwährungseinheit trägt man nun Mark mit dem ISO-Code "DEM" ein. Für die Zielwährung Euro gibt man den Wert "EUR" an. Soll der Betrag nicht währungsspezifisch gerundet werden, setzt man den Parameter "Full_Precision" auf "Wahr". Möchte man das Umrechnungsergebnis auf bis zu fünf Stellen genau, muss man dies im Feld "Tri_Precision" angeben. Man kann beide Felder aber auch leer lassen.
Nach erfolgreicher Eingabe der Parameter errechnet Excel nun für jeden Betrag in der angegebenen Zelle den entsprechenden Eurobetrag und zeigt ihn an. Möchte man eine Umrechnung von beispielsweise deutschen Mark in österreichische Schilling, so trägt man einfach als Zielwährung unter "Target" "ATS" ein.
TIPP Steht die Euroconvert-Zusatzfunktion von Excel nicht zur Verfügung, muss man diese erst laden. Man aktiviert die Erweiterung über den Add-In-Manager, den man unter dem Menüpunkt "Extras" erreicht, mit dem Kontrollkästchen "Eurotool". Wer diese Wahlmöglichkeit nicht findet, muss sie in den Voreinstellungen von Excel unter dem Reiter "Menü bearbeiten" aktivieren.

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