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SoHo-Multifunktionsdrucker von Lexmark

10.07.2001 | 00:00 Uhr |

Auf Tintenstrahldrucker basierte Multifunktionsgeräte will Lexmark mit den Modellen X73 und X83 ab August auf den Markt bringen. Macwelt-Redakteur Markus Schelhorn war bei der Premiere vor Ort.

Für 500 Mark (Euro 256) bekommt man den X73, dessen Druckwerk dem des Lexmark Z43 entspricht und eine Auflösung von maximal 2400 x 1200 dpi erreicht. Bis zu 9 Seiten pro Minute bei monochromen Druck und 5 Seiten pro Minute bei Farbdruck soll das Gerät ausgeben. Au?erdem hat es einen Flachbettscanner mit einer CCD-Zeile integriert, der bei 48 Bit Farbtiefe eine optische Auflösung von bis zu 600 x 1200 dpi schafft. Mit dem X73 kann man nur kopieren, solange der Rechner läuft, an dem das Gerät angeschlossen ist. Dann braucht man lediglich beim Bedienfeld des X73 auf den Kopieren-Knopf zu drücken, worauf hin der Kopiervorgang automatisch abläuft.

Als eigenständigen Kopierer lässt sich der gro?e Bruder X83 verwenden, der für 750 Mark (Euro 384) den Besitzer wechseln soll. Im Gegensatz zum X73 bietet der X83 ein LCD-Display und ein umfangreicheres Bedienfeld. Der X83 verwendet das gleiche Druckwerk und den gleichen Scanner wie der X73. Einziger technischer Unterschied: Der Drucker des X83 ist schneller als der des X73: 12 Seiten pro Minute bei monochromen Druck sowie 6 Seiten pro Minute bei Farbausgaben soll der X83 schaffen.

Sowohl für das klassische Mac-OS als auch für Mac-OS X will Lexmark Treiber anbieten. Neben der Bildbearbeitung MGI Photo Suite kommen die Geräte mit der OCR-Software Finereader, die gescannte Texte in ein Textdokument umwandelt. Ein Manko: Dem Drucker liegt die Fax-Software Black Ice für Windows bei, die ein am Rechner angeschlossenes Modem nutzt. ?ber einen Knopf am Bedienfeld des X73 und X83 lässt sich dann ein Fax versenden. Diese Anwendung gibt es derzeit nicht für den Mac. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir nicht erfahren können, ob Lexmark auch für den Mac eine Fax-Software anbietet.

Ein eingebautes Faxmodem, wie es etwa der HP G85 bietet, findet man weder beim X73 noch beim X83. Allerdings will Lexmark, wie Gespräche auf der Pressekonferenz ergaben, Anfang nächsten Jahres ein solches Gerät anbieten.

Drahtlose Verbindung des Druckers zum Rechner ist bei Lexmark noch Zukunftsmusik: Etwa zur Cebit 2002 ist mit ersten Modellen zu rechnen, die ohne Kabel für den Datentransfer auskommen. Kommt dabei die Bluetooth-Technologie zum Einsatz, haben Mac-Anwender schlechte Karten: Apple wird Bluetooth nicht in sein Betriebssystem integrieren und Drittherstellern auch keine Informationen weitergeben, wie sich dieser Standard am Mac realisieren lie?e. Das hat der Mac-Hersteller auf der diesjährigen WWDC in San Jose klar gestellt. Hintergrund ist Apples Airport, das auf den leistungsfähigeren Standard IEEE 802.11b basiert. Bluetooth benutzt wie Airport das selbe Frequenzband von 2,4 GHz. Würde man beide Technologien gleichzeitig einsetzen, ginge das zu Lasten der ?bertragungsrate.

Mit den X73 und X83 will Lexmark seinen Hauptkonkurrenten HP Konkurrenz machen. Hewlett-Packard beherrscht dieses Segment mit einem Marktanteil von 77 Prozent (Quelle GFK Deutschland), während Lexmark bisher mangels Geräten nicht in der Statistik auftaucht. Entgegen den Tintenstrahlern, dessen Absatz stagniert, sagen Marktforscher für Multifunktionsgeräte ein starkes Wachstum voraus. Laut Lexmark sei mit ein Grund für diese Entwicklung, dass nun keine alten Produkte in Multifunktionsgeräten zweitverwertet werden, sondern zunehmend die aktuellste Technik beim Druckwerk wie beim Scanner zum Einsatz kommt. mas

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