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Studie: Online-Netzwerke machen Menschen offener

15.10.2010 | 07:21 Uhr |

Hamburger Psychologen haben in einer Studie festgestellt, dass die Nutzung eines Sozialen Netzwerks die Menschen tendenziell offener macht.

Wer viele persönliche Angaben in einem Online-Netzwerk wie StudiVZ oder Facebook mache, habe ein halbes Jahr später «eine stärkere psychologische Disposition der Selbstoffenbarung», erklärte Sabine Trepte zu einer Studie, die sie am Donnerstag zusammen mit ihrem ebenfalls an der Hamburg Media School tätigen Kollegen Leonard Reinecke auf der European Communication Conference vorstellte. An der Konferenz in Hamburg nehmen bis Freitag rund 1000 Wissenschaftler teil.

Diese Personen seien eher bereit, mehr Informationen von sich selbst mitzuteilen, erklärte Trepte. «Sie haben sich also im Hinblick auf die Bereitschaft, etwas von sich im Internet preiszugeben, verändert», erklärte die Psychologieprofessorin der Nachrichtenagentur dpa. Die Längsschnittstudie stellte fest, dass Personen mit vielen Angaben in ihrem Profil ein halbes Jahr später mehr Freunde haben. Allerdings habe sich auch gezeigt, dass dabei kaum tiefere Freundschaften geknüpft würden. «Echte Freundschaften werden bei den meisten Personen nach wie vor offline gepflegt und aufrechterhalten», sagte Trepte. (dpa)

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