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Software für Video-Profis

05.12.2001 | 00:00 Uhr |

Apples Vizepräsident Phil Schiller hat gestern in einer Keynote zur DV Expo in Long Beach Final Cut Pro 3 und eine Vorabversion von DVD Studio Pro für MAc-OS X vorgestellt

München/Macwelt - Apple geht mit seinem hauseigenen Videoschnittsystem Final Cut Pro in die dritte Runde. Die neue Version beruht auf einem Carbon-Programmcode und lässt sich somit unter dem klassischen Mac-OS und dem neuen Betriebssystem Mac-OS X verwenden. Die Latte der Systemanforderungen legt man in Cupertino relativ hoch an. Für den klassischen Betrieb müssen Mac-OS 9.2.2 und Quicktime 5 installiert sein, unter Mac-OS X muss das System die Nummer 10.1.1 tragen. Der verwendete Rechner sollte mindestens einen G3- oder G4-Prozessor mit 300 MHz besitzen. Für die Darstellung von Echtzeit-Effekten empfiehlt Apple allerdings einen G4-Chip mit einer Taktrate von 500 MHz. Bei der Installation beansprucht das Programm 40 MB des Festplattenspeicherplatzes und setzt 256 MB an Arbeitsspeicher voraus. Der Versionssprung bietet allen Video-Profis auch eine Reihe von neuen Funktionen für die Bearbeitung ihres Filmmaterials. So lassen sich an den einzelnen Clips Farbkorrekturen in Echtzeit vornehmen. Einige Effekte, wie zum Beispiel verschiedenen Überblendungen hat Apple auch eine Echtzeitdarstellung spendiert. Ebenso neu ist die Integration des Quicktime-Codecs Offline RT. Damit lässt sich DV-, SD- oder HD-Material in das PhotoJPEG-Format umwandeln und auf dieser Basis eine Timecode-korrekte Offline-Bearbeitung realisieren. Im Vergleich zur Produktion mit herkömmlichen DV-Material, bei der fünf Minuten Film zirka ein Gigabyte belegen, kann der gleiche Speicherplatz zirka 40 Minuten an Photo JPEG-Format aufnehmen. Auf diese Weise lassen sich auf mobilen Rechner mit kleinen Festplatten die entsprechenden Schnitte und Effekte anwenden auf das Projekt anwenden, die dann im Studio eins zu eins auf das hochwertige DV-, SD- oder HD-Material übertragen lassen.
Für die Version 3.0 der Videoschnittsoftware Final Cut Pro nimmt Apple in seinem US-amerikanischen Online-Store die ersten Vorabbestellungen entgegen. Der Mac-Hersteller berechnet für ein Upgrade von einer Vorgängerversion 299 US-Dollar ( ca. 336 EUR exkl. MwSt.) für das Vollprodukt 999 US-Dollar. (ca. 1.122 EUR exkl. MwSt.) Über einen genauen Ausliefertermin oder über eine Bestellmöglichkeit einer lokalisierten Version stellt Apple allerdings noch keine Informationen bereit.

DVD Studio Pro und Mac-OS X


Einen ersten Blick auf die Demoversion der professionellen DVD-Authoring-Software DVD Studio Pro unter Mac-OS X konnten Besucher der von Apple Vize-Präsident Phil Schiller gehalten Keynote auf der DV-Expo werfen. Neue Funktionen werden unter anderem die Übernahme von Final Cut Pro-Markern als einzelne Kapitel in DVD Studio Pro. Ebenso hat Apple die Echtzeitvorauschau von Projekten verbessert. Die Version für OS X soll voraussichtlich zu Beginn des ersten Quartals im nächsten Jahr zur Verfügung stehen.

Update für die heimische DVD-Produktion


Ein Wartungsupdate hat Apple seiner DVD-Produktionslösung für den Heimanwender iDVD X spendiert. Der Sprung von Version 2.0 auf 2.0.5 bringt hauptsächlich eine Verbesserung des Brennprozesses. Das Programm informiert nun besser über den jeweiligen Produktionsstatus und über die aufgetretenen Fehler. Daneben hat Apple iDVD um einige Fehler erleichtert, so identifiziert es nun korrekt das programmeigene Dokumentenformat. Das multilinguale Update mit einer Größe von 775 KB stellt Apple kostenlos auf seinen Supportseiten zum Download zur Verfügung.
Michael Hillenbrand

Info: Apple Web: www.apple.de

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