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Sonder: E-Ink-Tastatur interessant für Apple

13.10.2016 | 10:00 Uhr |

Tastaturen sollen flexibler werden, nicht nur auf Macbooks. Apple will angeblich ein australisches Startup übernehmen.

Die spekulierte kontextabhängige OLED-Zeile an den neuen Macbook Pro , die Apple noch im Oktober angeblich vorstellen will, soll erst der Anfang sein. Und mehr als Konjunktiv haben wir an dieser Stelle nicht zu bieten, denn obwohl die Quelle und ihr Bericht glaubwürdig klingen, gibt es keine zweite unabhängige Quelle zur Bestätigung, dass Apple ein Auge auf das australische Startup Sonder und seine Produkte geworfen hat.

Das berichtet eine Reddit-Nutzerin von ihren Eindrücken einer Vorführung von Foxconn an der chinesischen Tsinghua Universität, die so etwas wie das Pendant zum Massachusetts Institute for Technology (MIT) sein soll: Ideenschmiede und Produktinkubator. Gegenstand der Präsentation sei ein Vorserienmodell eines neuen Macbooks gewesen, das nicht vor 2018 Marktreife erreichen werde. Der Clou des Geräts: Die gesamte Tastatur besteht aus elektronisch gesteuerten Tasten, die mit E-Ink beschriftet sind. Die Augenzeugin will beobachtet haben, wie die Tastaturbelegung von Englisch auf Japanisch auf Taiwanisch wechselte. Eine derartige Technik würde nicht nur die Produktion vereinfachen, sondern es Apple auch ermöglichen, Macbooks mit der richtigen Tastaturbelegung auch in Länder auszuliefern, die bisher mit der englischsprachigen QWERTY-Tastatur auskommen mussten, etwa der gesamte slawische Sprachraum. Würde man solch ein Macbook nun auf Russisch, Tschechisch, Kroatisch oder Ukrainisch einrichten, würde die Software die Tasten korrekt beleuchten und die Nutzer brauchten keine Tastenaufkleber mehr. Darüber hinaus müsste man sich keine Programm spezifischen Shortcuts mehr merken: Photoshop, Final Cut, Logic Pro X und andere Software könnte je nach Anforderung Werkzeugsymbole auf die E-Ink-Tasten schicken.

Auf den hinter der Technik stehenden Hersteller Sonder habe Apple bereits ein Auge geworfen, berichtet die Reddit-Nutzerin weiter. Es gebe bereits Evaluierungen, ob Apple nicht die Firma übernehmen wolle. Sonder brächte dabei nicht nur einen "Proof of Concept" ein, sondern annähernd serienreife Produkte, die das Unternehmen etwa hier in einem Video zeigt . Aber erst wenn Apple im konkreten Fall etwas verlauten ließe wie "Von Zeit zu Zeit übernehmen wir kleinere Firmen und sagen nicht, was wir mit ihnen vorhaben" bleibt das reine Spekulation. Ebenso wie das Special Event vom 24. Oktober

Update, 13.10.: Auf unsere gestrige Anfrage hat sich die Pressestelle von Sonder Design aus Sydney gemeldet und uns bestätigt, dass man mit Apple über Zulieferungen der Technologie spreche. Aber auch mit drei weiteren Herstellern stehe man in Verhandlungen über die Integration der Sonder-Technik in deren Tastaturen. Die Foxconn International Holding, respektive deren Technologieinkubator Innoconn in Peking ist an Sonder beteiligt, ebenso E Ink Holdings. Sonder versucht derzeit, Geld bei neuen Investoren einzusammeln. Zudem bestätigt die Pressestelle, dass Sonder an dem von der Quelle beschriebenen Demo-Day von Foxconn in Zhongguancun in Person seines CEO teilgenommen habe.

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