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Sony geht nicht zur Cebit 2006

24.10.2005 | 12:34 Uhr |

Die Computermesse Cebit in Hannover wird im kommenden Jahr ohne Sony stattfinden. "Die Cebit ist nicht mehr die richtige Plattform für uns", sagte der Deutschlandchef des japanischen Elektronikriesen, Manfred Gerdes, der "Welt am Sonntag". Für Hersteller von Unterhaltungselektronik sei die Messe nur noch wenig interessant. Trotzdem gelte diese Entscheidung vorerst nur für 2006. In diesem Jahr war bereits der Elektro-Konzern Philips der Cebit ferngeblieben, um sich auf die Internationale Funkausstellung (IFA) zu konzentrieren.

Bildergallerie Cebit 2005 Bild 17
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Sony versucht derzeit, mit einem weltweiten strikten Sparkurs seine hohen Verluste im Unterhaltungselektronik-Bereich in Griff zu bekommen. In Deutschland wurde in den vergangenen Monaten bereits das Reisebudget der Mitarbeiter gekürzt. Jahresziel sei es, hier jeden vierten Euro einzusparen, sagte Gerdes. Weitere Maßnahmen und der Umfang des Stellenabbaus würden noch im Oktober bekanntgegeben werden. Sony Deutschland hatte die Zahl der Mitarbeiter bereits auf 600 reduziert. Über einen möglichen Umzug von Köln nach Berlin sei noch nicht entschieden.

Die Absage an die Cebit falle jedoch nicht unter die Sparmaßnahmen, sagte Gerdes. "Es macht ja keinen Sinn, am Marketing zu sparen, wenn man Marktanteile gewinnen will." Es solle vielmehr das Budget umgeschichtet werden. Ein Messeauftritt wäre vor allem wegen der kürzeren Lebenszyklen der Produkte nicht mehr zeitgemäß, sagte Gerdes. "Wenn es darum geht, die neuen Geräte vorzustellen, müssten wir in der Informationstechnologie alle drei Monate und in der Unterhaltungselektronik alle sechs Monate eine Messe machen." Die Cebit findet jährlich im März statt.

Der "Welt am Sonntag" zufolge sorgt die verstärkte Ausrichtung auf Unterhaltungselektronik zum Teil für Unmut bei Sony Deutschland. Schließlich verkauft das Unternehmen auch weiterhin Computer und Monitore und für diesen Bereich ist ein Fernbleiben von der Cebit besonders schmerzlich. (dpa)

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