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Sony legt Walkman-Patentstreit mit deutschem Erfinder bei

28.05.2004 | 12:54 Uhr |

Hamburg/Tokio - Sony Corp. hat nach über 20-jährigem Patentstreit seine Auseinandersetzungen mit dem deutschen Erfinder des "Walkman" beigelegt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe.

Nach Angaben des Magazins soll der japanische Elektronikkonzern zur Beilegung des Streits "einige Millionen Euro lockergemacht" haben. "Wir haben uns in freundschaftlichem Einvernehmen geeinigt", zitiert der "Spiegel" die Sony-Zentrale in Tokio. Der heute 59-jährige Deutsche Andreas Pavel hatte 1977 ein dem Walkman verblüffend ähnliches Gerät entwickelt.

1977 meldete Pavel das mobile Hi-Fi-Gerät "als körpergebundene Kleinanlage für die hochwertige Wiedergabe von Hörereignissen" zunächst in Italien, später auch in anderen europäischen Ländern zum Patent an. Sony brachte 1979 den ersten "Walkman" auf den Markt, der Pavels Erfindung, die dieser ursprünglich unter dem Namen "Stereobelt" selbst vermarkten wollte, verblüffend ähnlich sah. Erfinder des Sony-Geräts sollte allerdings Firmengründer und langjähriger Konzernchef Akio Morita sein. Vor Gericht unterlag Pavel gegenüber den durch zahlreiche Patentanwälte vertretenen Elektronikkonzern wiederholt und sah sich schließlich mit Gerichtskosten in Millionenhöhe konfrontiert.

Erst nach dem Tod Moritas, der sich auch in seiner Autobiografie als Erfinder des Walkmans gerühmt hatte, habe Sony nun eingelenkt und in aller Stille einen außergerichtlichen Vergleich mit dem heute in Mailand arbeitenden Deutschen geschlossen, schreibt der "Spiegel". Innerhalb von 25 Jahren hat Sony bis heute mehr als 200 Millionen "Walkman" weltweit verkauft.

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