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Sony streicht 20 000 Stellen

28.10.2003 | 12:35 Uhr |

Der japanische Elektronikriese Sony will in den kommenden drei Jahren 20 000 Stellen oder knapp 13 Prozent seiner Gesamtbelegschaft abbauen.

Rund 7000 Stellen davon sollen in Japan wegfallen, teilte der Hersteller von Konsumentenelektronik am Dienstag nach Börsenschluss in Tokio mit. Zudem vereinbarte Sony mit dem südkoreanischen Konzern Samsung Electronics eine 1,8 Milliarden Dollar schwere Kooperation auf dem wachstumsträchtigen Markt für Flachbildschirme. Vor Bekanntgabe der erwarteten Maßnahmen legte die Aktie um 1,1 Prozent auf 3860 Yen (30,32 Euro) zu.
Sony will im Zuge eines neuen Reformprogramms bis Ende März 2007 die konsolidierten Fixkosten um 330 Milliarden Yen (2,6 Mrd Euro) senken, sagte Sony-Chef Nobuyuki Idei. Vergangene Woche hatte das Unternehmen nach einem Gewinnrückgang im ersten Halbjahr des noch bis Ende März 2004 laufenden Geschäftsjahres die Prognose für den operativen Gewinn gesenkt. Als Grund nannte Sony auch die verschärfte Konkurrenz bei Video-Spielen und Fernsehern.
Im Gegensatz dazu konnte Sonys heimischer Konkurrent Matsushita Electric, in Deutschland unter der Marke Panasonic bekannt, am Dienstag einen deutlichen Gewinnzuwachs für das erste Halbjahr ausweisen und seine Jahresprognose bestätigen. Der nach Angaben der Wirtschaftsagentur «Bloomberg» weltweit größte Hersteller von Unterhaltungselektronik erwirtschaftete einen Nettoertrag von 23,1 Milliarden Yen, ein Zuwachs von 29,7 Prozent. Um den Ertragsrückgang bei Sony zu stoppen, will sich Sony-Chef Idei auf neue Produkte und strategische Bereiche konzentrieren. Das Elektronik-Kerngeschäft soll dabei durch Konvergenzen in den Sektoren Heim- und mobile Elektronik neu ausgerichtet werden. Die heimische Produktion herkömmlicher Fernsehgeräte mit Kathodenstrahl-Bildröhren werde zum Ende März 2004 eingestellt, hieß es weiter. Nachdem Sony es zunächst versäumt hatte, das Angebot auf Flachbildschirme umzustellen, soll dies nun durch die Kooperation mit Samsung ausgeglichen werden.
Die geplante Kooperation bei der Produktion von Flüssigkristall- Bildschirmen (LCD) für Fernseher mit dem Standort im etwa 100 Kilometer südlich von Seoul gelegenen Produktionskomplex von Samsung soll im ersten Quartal des nächsten Jahres starten. Die Produktionskapazität soll bis zum Sommer 2005 monatlich «Zehntausende» Bildschirme erreichen, hieß es. Idei will mit dem Spar- und Reformkurs die operative Gewinnmarge in drei Jahren auf 10 Prozent von derzeit vier Prozent anheben. In diesem Jahr will das Unternehmen seine PSX-Spielekonsole herausbringen, Nachfolger der Playstation 2, und plant zum Jahre 2005 die Herstellung eines neuen, «Cell» genannten Mikroprozessors.

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