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Sony verkauft Clies nur noch in Japan

03.06.2004 | 16:21 Uhr |

Palm, Hersteller von PDAs und der entsprechenden Software sieht harte Zeiten kommen. Mit dem Rückzug Sonys aus dem Europäischen PDA-Markt verliert er sein wichtiges zweites Standbein.

Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland ( :FDT ) wird :Sony seine PDAs wie den Clie künftig nur noch in Japan verkaufen. Grund für diese Entscheidung sind laut FDT die schlechten Verkäufe von PDAs, die sich im ersten Quartal nur um 1 Prozent über die Zahlen des Vorjahresquartals wuchsen. Dies mache den Markt für Sony nicht mehr attraktiv genug, daher wolle sich das Unternehmen auf andere Geräte fokussieren, die besser vom Markt angenommen würden. Japan bleibe als einzige Ausnahme interessant, weil sich dort ein profitabler Markt für mobile Geräte, die sich sowohl für Musik-, Foto- und Videoanwendungen nutzen lassen, entwickelt habe.

Der Rückzug Sonys trifft vor allem Palm , ist doch Sony der einzige große PDA-Anbieter, der seine Geräte mit dem Palm-OS ausliefert. So hatte der Elektronikkonzern noch im ersten Quartal 14 Prozent der Umsätze von Palmsource gestemmt, der Firma, die sich mittlerweile ausschließlich der Palm-Software widmet. Ob es Palmsource gelingt, mit dem Anfang des Jahres vorgestellten neuen Betriebssystem :Cobalt , das den Mac nicht mehr unterstützen wird, weitere Hardwarefirmen zu einer Kooperation zu begeistern ist ungewiss.

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