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Sorglosigkeit hilft Hackern

10.10.2000 | 00:00 Uhr |

Schlichtes Raten führt Computer-Hacker
immer noch am schnellsten ans Ziel: Trotz zunehmender
Sicherheitsrisiken wird die Hitliste der Computer-Passwörter
weiterhin vom Namen des Anwenders angeführt, gefolgt von einem Namen
aus aus dem Umfeld wie dem des Kindes, des Partners oder des
Haustieres. Wie ein Test der schwedischen Computer-Sicherheitsfirma
Defcom (Stockholm) in 500 Unternehmen ergab, steht auf Platz drei
überhaupt kein Passwort, auf Platz vier die englische Bezeichnung für
Passwort «Password». Danach gibt es jedoch eine Überraschung: Platz
fünf wird von «Sommer» beziehungsweise «Winter» eingenommen.

«Erstaunlich viele wählen ein Kennwort, das mit der eigenen Person
verknüpft ist», sagte Bosse Norgren, Sicherheitschef bei Defcom. «Das
macht es ausgesprochen leicht, Vermutungen anzustellen.» Bei mehr als
der Hälfte der Tests hätten die Experten Zugang zu sensiblen Daten
erhalten, indem sie einfach das Kennwort geraten haben. Ein gutes
Passwort besteht dagegen immer aus möglichst zufälligen Kombinationen
von Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen, zum Beispiel den
Anfangsbuchstaben der Wörter eines leicht zu merkenden Satzes.
dpa

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