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Sound für den iPod

03.12.2004 | 11:43 Uhr |

Bevor der iPod seine Arbeit aufnehmen kann, gilt es, ihn mit Musik füttern. Wir zeigen, wie.

Ein PC oder Mac mit ausreichend großer Festplatte nimmt die CD-Sammlung auf, weitere Titel lassen sich im Internet hinzukaufen.

"Bitte keine Musik stehlen" ermahnt die Verpackung über dem iPod-Display seinen neuen Besitzer. Um nicht in den Verdacht zu geraten, selbst zum globalen Musikaustausch beizutragen, besitzt der iPod einen Kopierschutz, der den Datenfluss nur in eine Richtung zulässt: Vom Computer auf den iPod. Bleibt also die Frage, wie die Musik auf den Computer kommt. Aus dem Music Store - würde vermutlich Apple- Chef Steve Jobs antworten. Weil aber nicht jeder sein privates Musikarchiv aus Steves digitalem Plattenladen kaufen möchte, zeigen wir, wie man noch seinen iPod füllen kann. Der unkomplizierteste Schlüssel zum iPod heißt iTunes. Allerdings bietet Apple unter Windows auch den Abgleich mit der Software Musicmatch Jukebox an und arbeitet nach eigenen Angaben ebenso mit anderer MP3- Software zusammen. Aber auch Real Networks hat durch einen iPod-Hack einen Weg frei geschlagen, Musik via Harmony aus dem Real Music Store auf Apples MP3-Player zu spielen.

Futter für den iPod

Am einfachsten legt man eine CD in den Schlitten des Computers und rippt die CD - rechnet also die ursprünglich sehr gro- ßen Musikdateien in ein handlicheres Format um. Zwar verbietet das seit vergangenem September in Kraft getretene Urheberrechtsgesetz, den Kopierschutz auf CDs zu umgehen, aber gerade ältere CDs im Plattenschrank weisen oft keine der digitalen Beschränkungen auf. Somit macht man sich auch nicht strafbar, wenn man hiervon eine Privatkopie anfertigt. Wie man seine CD-Sammlung in den iPod bekommt, erklären wir im Folgenden.

Musik aus dem Netz Ja, es gibt sie noch, die Musik aus dem Netz. Und zwar völlig legal. Man muss sie nur finden. Manche Independent-Labels, aber auch Online-Händler wie Amazon führen zum Teil Newcomer-Alben mit kostenlosen Singleauskopplungen zum Download ein. Aber auch Modefirmen, wie zum Beispiel Sisley, oder Autohersteller, wie etwa BMW, bieten einzelne Titel aus ihren Compilations, die als Hintergrundmusik im Autosalon oder zu den Modeschauen der Fashionweeks läuft, zum freien Download an. Nur liegen solche digitalen Musikstücke nicht immer in einem Format vor, das iTunes von vornherein versteht. In diesem Fall helfen Programme wie Soundconverter auf dem Mac oder Dbpoweramp für Windows weiter.

iTunes für Windows versteht sich übrigens auch auf Windows Media Player Audiodateien (WMA), sofern diese keinen Kopierschutz tragen. Und auch bestehende Musikbibliotheken lassen sich über den Menübefehl "Ablage > Zu Bibliothek hinzufügen..." importieren. Da iTunes auf den Quicktime-Codecs basiert, lassen sich durch Quicktime-Plugins weitere Formate en- und decodieren. Allerdings ist der iPod bei der Formatfrage etwas heikel. Er spielt nur Dateien in den Formaten MP3, AAC, WAV, Apple Lossless und AIFF ab. Sind andere Formate in der Bibliothek vorhanden, verschmäht der iPod die Stücke und meckert via Fehlermeldung. In diesem Fall kann man über den Menübefehl "Erweitert > Auswahl konvertieren in ..." den Titel in ein iPodkompatibles Format bringen. Keine Sorge, iTunes bietet dazu ausschließlich iPodkompatible Formate an.

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