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Apple verhandelte 18 Monate mit Facebook über Ping

22.09.2010 | 10:30 Uhr |

Das kurze Erscheinen und dann wieder Verschwinden der Facebook-Anbindung in Ping hat bei den Benutzern des neuen iTunes-Dienstes Verwirrung verursacht.

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In den ersten Stunden nach Ping-Ankündigung war die Welt noch scheinbar in Ordnung: eine logische Funktion des Dienstes "Auf Facebook freigeben" war im Account integriert. Kurz danach entfernte Apple die Anbindung zu dem größten sozialen Netzwerk. Steve Jobs beklagte sich in einem Interview, dass die Gesprächspartner derart ungünstige Bedingungen bei dem Vertrag forderten, so dass weitere Zusammenarbeit unmöglich war.

Die Website Silicon Alley Insider berichtet nun , dass die Verhandlungen zwischen Apple und Facebook mindestens 18 Monate dauerten. Nachdem der Vertrag nicht zu Stande gekommen sei, habe Apple die Anbindung zum sozialen Dienst ohne Absprache integriert. Facebook reagierte sofort: Der Dienst sperrte den Zugang für Ping. Das Unternehmen habe es damit motiviert, dass die freie Facebook Connect API nicht für das Traffic-Volumen vorgesehen ist, das Ping generiere.

Die unnachgiebige Position bei den Verhandlungen zeigt, dass Facebook bei der Silicon-Valley-Elite angekommen ist und sich dessen auch bewusst ist. Obwohl beide Konzerne lange Geschäftsbeziehung verbindet - Apple war der erste große Investor von Facebook - ist derzeitiges Klima angesichts Apples Sozial-Dienst-Experimenten und Facebooks Smartphone-Pläne eher kühl.

Quelle: BusinessInsider

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