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Facebook macht Profil-URL-Namen zur Pflicht für seinen Mail-Dienst

18.04.2012 | 07:10 Uhr |

Während Facebook-Nutzer bislang Ihren Benutzernamen für die Facebook-Mail-Adresse frei wählen konnten, wird für alle neuen Nutzer die Profil-URL in Kürze zur Pflicht - diese Entscheidung ruft erneute Sicherheitsbedenken hervor.

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Facebook kündigte an, dass Nutzer ihren Profilnamen innerhalb der nächsten Wochen auch für die Facebook-Mail-Adresse verwenden müssen - Nutzer, die sich zuvor eine Facebook-Mail-Adresse eingerichtet haben, sind davon nicht betroffen. Problem: Da Besucher eines Profils über die Profil-URL die Facebook-Mail-Adresse ableiten können, werden Besitzer der Mail-Adresse anfällig für ungewollte Nachrichten.

Mitte 2009 durften sich Nutzer das erste Mal einen Profil-URL-Namen einrichten, der mittlerweile die zweite Hälfte der Profil-URL einnimmt. Beispiel: Legt sich ein Nutzer mit dem Namen "Manfred Mustermann" den Benutzernamen "manfredmustermann" an, erscheint die Profil-URL als "www.facebook.com/manfredmustermann" und ersetzt damit die zuvor anonyme, Computer-generierte ID-Nummer. Entscheidet sich Manfred Mustermann eine Facebook-Mail-Adresse einzurichten, ist er künftig dazu gezwungen, manfredmustermann@facebook.com als Benutzernamen zu verwenden. Ray Valdes, Analyst beim technologischen Forschungszentrum Gartner, sieht darin die Idee, Nutzer nicht nur auf Facebook selbst zu beschränken, sondern sie mit dem Rest der Welt zu verbinden. Das heißt: Facebook hat die Mail-Konten-Option eingerichtet, so dass Nutzer Nachrichten von anderen Mail-Diensten wie Google, Yahoo oder GMX direkt über die Facebook-Oberfläche empfangen, aber auch an andere Dienste verschicken können.

"Sobald Facebook etwas unternimmt, entstehen Zweifel am Schutz der Privatsphäre, worauf sich Nutzer zurückziehen," erklärt Valdes. "Denn tritt eine Veränderung ein, besteht gleichzeitig die Möglichkeit, dass Nutzer fehlen begehen und unbeabsichtigt Informationen preisgeben." Facebook entfachte zuletzt eine große Sicherheitsdebatte , als das Unternehmen ankündigte, die Timeline für alle Nutzer zur Pflicht zu machen.

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