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Studie: Facebook-Nutzern wird es langweilig

19.03.2012 | 06:47 Uhr |

Laut einer Untersuchung aus Österreich wird es Facebook-Usern "fad" im immer noch weitaus beliebtesten sozialen Netzwerk. Bei sieben Prozent der Teilnehmer fanden die Wissenschaftler allerdings auch einen Verdacht auf "Facebook-Sucht".

Facebook Timeline Zuckerberg
Vergrößern Facebook Timeline Zuckerberg

Im Februar 2012 hatte das österreichische IT-Online-Magazin Futurezone gemeinsam mit dem Institut für Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik der WU Wien zur Teilnahme an Österreichs größter Facebook-Studie aufgerufen. Nun hat Futurezone im Gespräch mit dem Studienteam die Ergebnisse präsentiert. Demnach sind immer mehr Nutzer (38 Prozent in der Studie) zunehmend gelangweilt von Facebook und können sich einen Wechsel zu einem anderen sozialen Netzwerk vorstellen (ein Drittel der Befragten). Dennoch würden sich immerhin fast 90 Prozent ihren Angaben zufolge mindestens einmal täglich einloggen, und 30 Prozent nutzen Facebook demnach sogar mehr als drei Stunden pro Tag. Das Studienteam folgert daraus: "Diese Zahlen lassen vermuten, dass wir auf eine neue Art der Zeitverteilung in vielen Haushalten zustreben, wo Facebook gleich nach dem Schlafen und Essen kommt", so Jana Korunovska von der WU Wien. Dazu passt, dass 18 Prozent der Befragten Facebook manchmal als Sucht empfinden, bei sieben Prozent besteht für das Team tatsächlich die Vermutung, dass eine solche Sucht bereits eingetreten ist. Immerhin meinen 65 Prozent der Befragten, sie könnten auf Facebook auch ohne Probleme verzichten. Ein großer Prozentsatz (97 Prozent der Befragten) nutze die Privatsphäreeinstellungen, damit Daten nicht für alle sichtbar sind. Allerdings lag das Durchschnittsalter der Umfrage-Teilnehmer bei 27 Jahren, Jugendliche waren kaum darunter. Bei diesen nämlich würden Einstellungen zur Privatsphäre deutlich weniger genutzt, ergänzt Christine Bauer von der WU Wien. Ein weiteres Ergebnis ist interessant: Während 60 Prozent der Studienteilnehmer meinen, ihre Daten seien eigentlich "0 Euro" wert, ändert sich dies, wenn man ihnen mitteilt, ihre Informationen würden weiterverkauft. Dann seien viele bereit, fünf Euro zu zahlen, um ihre Daten vor der Preisgabe zu schützen. Weitere Resultate und Details finden sich über unten stehenden Link.

Info: Futurezone

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