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Bing integriert soziale Netze in Seitenleiste

14.05.2012 | 06:48 Uhr |

Die Bing-Entwickler loben sich, im Gegensatz zu Google auch weiterhin großen Wert auf saubere Suchergebnisse zu legen, ohne die Trefferlisten mit sozialen Beiträgen zu überladen.

Microsoft Bing
Vergrößern Microsoft Bing

Neben der neuen Benutzeroberfläche von Microsofts Suchmaschine Bing soll Google künftig echt mies aussehen. Microsoft hat den neuen Ergebnisseiten ein dreispaltiges Design verpasst und wird die rechte Spalte ausschließlich für relevante Suchergebnisse in sozialen Netzwerken reservieren. Die linke und breiteste Spalte wird wie bisher die traditionellen Treffer auflisten, die mittlere zeigt die Kerninformation der gelisteten Ergebnisse und die rechte, grau markierte Seitenleiste wählt passende Treffer aus öffentlichen Beiträgen in Facebook , Quora , LinkedIn , Blogger und sogar Google+ aus. Die untere Hälfte dieser Seitenleiste ist hingegen für Live-Feeds reserviert, wo alle Beiträge von Facebook-Freunden auftauchen, die auch Bing abonnierten.

Die neue Benutzeroberfläche ist eine nur schwach maskierte Attacke auf Googles Ansatz zum Durchsuchen von sozialen Seiten. In der Google+-Suche werden Treffer von Google+ augenfällig in der Hauptspalte aufgeführt. Auch viele der normalen Google-Suchen zeigen nun die Option, "persönliche Ergebnisse" am Seitenanfang anzuzeigen und auch Beiträge der Google+-Kontakte auszuwerten. In einem Blog bei Bing versetzen die Entwickler Derrick Connell und Harry Shum Google Seitenhiebe , ohne die Firma namentlich aufzuführen: "Wir liefern saubere Web-Suchergebnisse für den Anwender, ohne die Seite mit sozialen Updates zuzumüllen." loben sie sich selbst.

Für die neue Bing -Oberfläche ist es ein klarer Vorteil, dass Microsoft bei Facebook den Fuß in der Tür hat. Microsoft war einer der ersten Investoren in Facebook und unterhält seit Jahren enge Zusammenarbeit . Google hingegen hat seine Karten auf Google+ gesetzt, aber diese Eigenentwicklung ist bei weitem nicht so erfolgreich wie Facebook. Und während Google durch Integration seiner anderen Anwendungen sein soziales Netzwerk aufzuwerten sucht, wird zunehmend Kritik laut, dass Google sein Suchmaschinen-Geschäft vernachlässigt. Microsoft will Bing noch diese Woche einführen und bietet dafür erpichten Anwendern die Registrierung für einen E-Mail-Alert an.

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