Soziales Netzwerk
Google+ lockert Klarnamenregelung
Google lockert den Klarnamenszwang für sein soziales Netzwerk, berichtet der IDG News Service.
War bisher für die Nutzung des Netzes der echte Name vorausgesetzt, können aktive Google+-Mitglieder einen alternativen Namen mit ihrem Profil verknüpfen. Neue Nutzer können diesen gleich bei der Anmeldung angeben, es soll sich jedoch um einen "etablierten" Internet-Namen handeln, den der Nutzer etwa schon bei Twitter oder Flickr nutzt. "Unkonventionelle" Klarnamen oder Künstlernamen akzeptiert Google+ bei der Anmeldung nur, wenn der Anwender ihn mit einem Dokument wie Ausweis oder Führerschein belegen kann - oder beispielsweise der in Stuttgart wohnhafte Jeronimo Baretta Claudemir da Silva mit seinem VfB-Trikot mit der Aufschrift "Cacau". Die Identität könnte letzterer aber auch mit öffentlichen Zeugnissen wie Berichten in Print-Medien belegen.
Google hofft mit den Maßnahmen die Zufriedenheit der Nutzer bezüglich der Namensregeln zu steigern. In die Kritik geraten war der Klarnamenszwang mit Argumenten, dass Dissidenten in totalitären Staaten unter Umständen schlecht mit ihrem echten Namen auftreten könnten, auch von eifersüchtigen Ex-Ehegatten verfolgte könnten mit einen Pseudonym freie bei Google+ posten. Das Interesse an einem Pseudonym sei bei Google+ aber dennoch relativ gering, beschreibt der Produkt-Manager Bradley Horowitz im Unternehmensblog. Die meisten Nutzer würden durch den Anmeldeprozess "flutschen", nur 0,1 Prozent würden einen alternativen Namen beantragen.





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