Von Import Import - 28.03.2009, 00:00

Spam-Filter auf dem Server

Spam-Filter auf dem Server

Anbieter von E-Mail-Diensten prüfen E-Mails nicht nur auf Viren, sondern versuchen außerdem, Spam-Mails herauszufiltern. Dabei verwenden sie zum einen Listen mit IP-Adressen und E-Mail-Adressen bekannter Spam-Versender und analysieren zum anderen die Nachrichten da-raufhin, ob sie typische Merkmale von Spam-Mails aufweisen. Man kann in den Einstellungen in der Regel entscheiden, ob die als Spam identifizierten Nachrichten sofort gelöscht oder mit einer Kennzeichnung versehen werden sollen. Zusätzlich gibt es häufig die Möglichkeit, eine Liste mit E-Mail-Adressen anzulegen, die man selbst als Spam-Versender einstuft (Blacklist). In eine andere Liste lassen sich die vertrauenswürdigen Absender aufnehmen (Whitelist). Letztere soll verhindern, dass Nachrichten von diesen Absendern als Spam gekennzeichnet und versehentlich gelöscht werden.

Werbefilter in Mail

Mailprogramme verfügen entweder über einen integrierten Filter für Spam-Mails oder werden zusammen mit einem Filterprogramm ausgeliefert, das diese Aufgabe übernimmt. Oder man kauft zusätzlich einen Spam-Filter wie Spam Sieve (Demo auf der Heft-CD), der mit vielen Mailprogrammen zusammenarbeitet, darunter Mail, Thunderbird und Entourage. Die Filter analysieren die Nachrichten anhand der verwendeten Wörter und anderer Merkmale auf die Wahrscheinlichkeit hin, dass es sich um Werbung handelt.
Mail arbeitet beim Erkennen von Spam zuerst in einer Lernphase, nachdem man den Werbefilter in den Vorgaben eingeschaltet hat. Post, die Mail für Werbung hält, hebt das Programm farblich hervor. Ist die Kennzeichnung zu Unrecht erfolgt, markiert man die Nachricht und klickt auf "Keine Werbung". Nachrichten, die man selbst als Spam erkennt, erklärt man durch den Klick auf "Ist Werbung" zur unerwünschten Zusendung. Glaubt man, dass das Programm genügend Erfahrungen gesammelt hat, aktiviert man in den Vorgaben "In das Postfach für unerwünschte Werbung bewegen". Dann legt Mail ein Postfach "Werbung" an und verschiebt alle als Spam eingestuften Mails dorthin. In den Vorgaben kann man zusätzlich festlegen, dass alle Nachrichten von Personen, die im Adressbuch gespeichert sind oder an die man selbst schon Nachrichten versandt hat, nie als Müll angesehen werden. Damit vermeidet man, dass solche Mails im Postfach "Werbung" landen. Die Option "E-Mail ist an meinen vollständigen Namen adressiert" bietet jedoch keine Garantie, denn Spammer verwenden auch gekaufte Adressen mit vollständiger Anschrift. Sinnvoll ist dagegen, den vom Provider getroffenen Kennzeichnungen der Werbung zu vertrauen, die Mail dann auswertet.
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