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Online-Kriminelle nutzen Tod von Amy Winehouse

27.07.2011 | 06:16 Uhr |

Betrüger und Malware-Spammer sind immer schnell dabei, wenn es gilt Nachrichten, die großes Interesse finden, für ihre Zwecke auszunutzen. Der frühe Tod der Sängerin Amy Winehouse ist nur das jüngste Beispiel dafür.

Online-Kriminelle nutzen Tod von Amy Winehouse (c) IDG/fz
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Kaum einen Tag nach der Todesnachricht werden etwa Spam-Mails in Umlauf gebracht, die schädlichen Code verbreiten. Auf Facebook haben die Betrüger ihre vorgeblichen Umfragen auf Amy Winehouse als neuen Köder umgestellt. Sie locken mit einem angeblichen Video, das kurz vor ihrem Tod entstanden sein soll.

Cris Lumague berichtet im Malware Blog des Antivirusherstellers Trend Micro über die Facebook-Scammer und ihre neueste Masche. Auf der Pinnwand bereits in die Falle gegangener Facebook-Nutzer erscheint eine Nachricht mit einem Titel wie "Amy Winehouse Shocking Video Before Death Exclusive", das über den Kurz-URL-Dienst Bit.ly zu einer externen Website führt. Hier soll das potenzielle Opfer im Rahmen einer vorgeblichen Alterskontrolle zweimal auf "Share Link" klicken, um zu bestätigen, dass es mindestens 13 Jahre alt ist.

Facebook-Falle
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Das im Hintergrund angedeutete Videofenster wird dann von einer weiteren Meldung verdeckt, die darauf hinweist, dass der Link auf der Pinnwand des Opfers veröffentlicht wird. Anschließend soll das Opfer nachweisen, dass es ein menschliches Wesen ist, indem es an einer von zwei Umfragen teilnimmt. In deren Verlauf soll die Handynummer eingegeben werden, an die vorgeblich eine PIN geschickt würde, um das Video ansehen zu können. Doch das passiert nie. Stattdessen verbreitet das Opfer die Ködernachricht über seine Pinnwand.

Auch Scareware-Banden setzen auf den Nachrichtenköder. Sie haben präparierte Web-Seiten für Suchmaschinen optimiert, um Internet-Nutzer auf ihre Seiten zu locken, die nach Einzelheiten zum Tod der populären Sängerin suchen. Wer auf einer solchen Seite landet, wird mit einem vorgetäuschten Viren-Scan in die Scareware-Falle gelockt.

Malware-Spammer versenden Mails, die Links zu vorgeblichen Fotos oder Videos der verstorbenen Künstlerin enthalten. Sobald eine solche Web-Seite nach Anklicken des Links geladen ist, erscheint eine Download-Aufforderung für eine EXE-Datei, zum Beispiel "FOTOS_DROGAS_WINEHOUSE.jpg.exe", die ein Trojanisches Pferd enthält. Es spioniert Zugangsdaten für das Online-Banking aus.

Letztlich variieren die Online-Kriminellen lediglich ihre sattsam bekannten Maschen, um immer wieder neue Opfer in ihre Fallen zu locken.

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