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Spam attackiert Regierungsserver

21.05.2004 | 14:27 Uhr |

So genannte Spam-Mails attackieren immer stärker das interne Kommunikationsnetz der Bundesregierung.

Vor allem in den vergangenen Tagen habe es ein sehr hohes Aufkommen unerwünschter oder mit Viren verseuchter elektronischer Post gegeben, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin mit. Inzwischen werden von den Sicherheitssystemen des Informationsverbundes Bonn-Berlin (IVBB) pro Monat sechs Millionen Spam-Mails ausgefiltert. Das ist bereits jede zweite an eine Adresse der Bundesregierung gerichtete Mail. Im vergangenen Jahr lag die Gesamtzahl der Mails pro Monat noch bei vier Millionen.
Die Filtersysteme des IVBB müssen auch immer mehr virenverseuchte Sendungen aussortieren. 2003 waren ein bis drei Prozent von Viren befallen, Anfang 2004 schon sieben bis zehn Prozent. Im Mai waren 20 Prozent mit Viren verseucht. Schaden richteten diese Mails laut Innenministerium nicht an. Allerdings könne es bei der Zustellung zu Verzögerungen von bis zu 30 Minuten kommen. Der IVBB will jetzt erforschen, ob es besondere Hintergründe für die Spam-Flut gibt oder ob es sich um ein «normales» zusätzliches Aufkommen handelt. Der IVVB wurde 1998 eingerichtet. Wegen des geteilten Regierungssitzes gibt es zwei Zugänge zum Datennetz, in Bonn und Berlin. Das auch dem Bundesinnenministerium unterstehende Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) befasst sich ebenfalls ständig mit dieser anwachsenden Flut von Schädlingen im weltweiten Netz.

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