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Phishing-Betrüger appellieren an das Umweltbewusstsein

05.06.2008 | 15:33 Uhr |

Das Spam-Aufkommen ist im Mai wieder angestiegen, mehr als drei von vier Mails sind Spam. Spammer nutzen vermehrt Online-Dienste wie Google Docs oder Microsoft SkyDrive.

Das Mail-Sicherheitsunternehmen MessageLabs berichtet in seinem "Intelligence Report" für Mai , dass die Spam-Quote im Berichtsmonat so hoch gewesen sei wie die letzten 15 Monate nicht mehr. Demnach sind weltweit 76,8 Prozent der untersuchten Mails als Spam eingestuft worden, in Deutschland 72,8 Prozent. Die Spammer setzen kaum noch auf Dateianhänge in diversen Formaten wie Word, Excel oder PDF. Vielmehr enthalten Spam-Mails Links zu Online-Dokumenten bei kostenlosen Web-Diensten wie Google Docs, Google Calendar oder Microsofts kostenlosen Web-Speicher SkyDrive. Sie wollen damit Spam-Filter umgehen, da diese Dienste selten in Sperrlisten auftauchen werden. Außerdem können Sie zum Beispiel mit Google Analytics den Erfolg einer Spam-Kampagne überprüfen.

Zu den üblichen Phishing-Mails sind im Mai auch solche hinzu gekommen, die das Umweltbewusstsein der potenziellen Opfer ausnutzen sollen. So haben sich Phisher an eine Kampagne der namens "Go Green" der Missouri Central Bank gehängt. Die Mail-Empfänger sollten sich für einen elektronischen Kontoauszugsdienst registrieren und dabei Konto- und Anmeldedaten preisgeben.

Die Botnetze "Sturm" und "Srizbi" sind im Mai weiterhin auffällig gewesen, jedes auf seine Art. Während Srizbi laut MessageLabs für etwa 40 Prozent des gesamten Spam-Aufkommens sein soll, verbreitet es seine Malware eher in kleineren, weniger auffälligen Kampagnen. Der Sturm-Wurm hat hingegen allein am 19. Mai, dem Starttermin einer neuen Kampagne, 81.000 Kopien seiner Bots unter dem Dateinamen "iloveyou.exe" verbreitet.

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