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Spam wird immer lästiger

12.05.2003 | 11:49 Uhr |

Neun von zehn Internet-Nutzern haben nach einer Umfrage schon negative Erfahrungen mit unerwünschten elektronischen Mails gesammelt.

Jeder fünfte wurde nach eigenen Angaben schon einmal Opfer eines 0190-Dialers, wie aus einer Umfrage zu "Sicherheit und Delinquenz im Internet" des Kriminologischen Seminars der Universität Bonn hervorgeht, die am Montag veröffentlicht wurde. "Dialer" sind Programme, die unbemerkt vom Benutzer teure Telefonnummern anwählen und so für immense Gebühren sorgen können.    

Dennoch fühlt sich laut Umfrage die Mehrzahl der Nutzer im Cyberspace weitgehend sicher. Als Abwehrmaßnahmen fordern die Befragten vor allem eine intensivere Aufklärung über wirksame Selbstschutz-Möglichkeiten und den Ausbau von technischen Sicherungssystemen. Nur jeder Dritte will auch mehr strafrechtliche Kontrollen. Insgesamt 1419 Personen wurden befragt.    

Nahezu jeder Nutzer gab an, bereits Opfer unerwünschter Praktiken geworden zu sein. An erster Stelle rangierten dabei strafrechtlich weniger relevante, dafür aber zunehmend als lästig empfundene Werbe- Mails ("Spam"). Bei Online-Auktionen hat sich schon mehr als jeder zehnte Nutzer betrogen gefühlt. Zwei Drittel der Befragten gaben an, sich schon mindestens einmal einen Computer-Virus eingefangen zu haben. Jeder siebte Befragte war beim "Surfen"  bereits auf kinderpornografischen Seiten gelandet. Trotz der vielen Gefahren, die im weltweiten Netz lauern: 81,8 Prozent der Nutzer fühlen sich auf der sicheren Seite, wenn sie im Web unterwegs sind.

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